Mindestgebot 49.000 Euro

Ehemaliges Flüchtlingsheim in Anklam wird versteigert

Niemand will das Ex-Asylheim in Anklam kaufen – zumindest nicht für 89.000 Euro. Jetzt wird bei Auktion in Berlin der Preis noch einmal deutlich herabgesetzt.
dpa
Das Mindestgebot für das sanierungsbedürftige Gebäude liegt bei 49.000 Euro.
Das Mindestgebot für das sanierungsbedürftige Gebäude liegt bei 49.000 Euro.
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Anklam.

Ein ehemaliges Flüchtlingsheim wird in der Stadt Anklam (Vorpommern-Greifswald) versteigert. Das leerstehende, frühere Bürogebäude soll Ende Mai in Berlin für ein Mindestgebot von 49.000 Euro zum Aufruf kommen, wie ein Sprecher des Berliner Auktionshauses Plettner & Brecht am Montag erklärte.

Das dreigeschossige Gebäude stammt aus dem Jahr 1972 und war zum Teil modernisiert worden. Es ist voll unterkellert und befindet sich in einem „modernisierungsbedürftigen Zustand“, so die Beschreibung.

Startgebot deutlich geringer als im März

Bis 2017 war das Haus zur Unterbringung von Zuwanderern genutzt worden. Die Besitzerin äußerte damals bereits, das Objekt schnellstmöglich verkaufen zu wollen. Die Stadt hatte an dem Komplex kein Interesse. Das Haus stand bereits Anfang März zur Versteigerung. Das Startgebot lag damals noch bei 89.000 Euro.

Da die Zahl der Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt stark rückläufig war, werden auch weniger Unterkünfte gebraucht. 2018 hatten laut Innenministerium knapp 2900 Zuwanderer Neuanträge gestellt, 2017 waren es rund 4000 Asylanträge gewesen. Die meisten Asylanträge waren mit 19.000 im Jahr 2015 gestellt worden.