UMWELTSCHUTZ

Besondere Kiri-Bäume für die Zukunft gepflanzt

Pastorin Reek-Winkler hat mit Unterstützern ganze 800 schnell wachsende Kiri-Bäume pflanzen lassen. Diese könnten schon in 15 Jahren zum ersten Mal geerntet werden.
Pastorin Frauke Reek-Winkler und Landwirt Klaus Michels beim Unterschreiben des Kooperationsvertrages.
Pastorin Frauke Reek-Winkler und Landwirt Klaus Michels beim Unterschreiben des Kooperationsvertrages. Matthias Diekhoff
Jacqueline Bürger (links) und Marie Baier von der Firma Garten- und Landschaftsbau Dupke aus Eichhof waren im Auftrag der
Jacqueline Bürger (links) und Marie Baier von der Firma Garten- und Landschaftsbau Dupke aus Eichhof waren im Auftrag der Baumschule Spantekow mit dem Pflanzen der Bäume beschäftigt. Matthias Diekhoff
Dersewitz.

Der Kiri-Baum, auch Blauglockenbaum genannt, ist aus einem ganz besonderen Holz. Es ist leicht, relativ stabil, schwer entflammbar und hat Wärme dämmende Eigenschaften. Man kann aus ihm Möbel machen, aber auch Surfbretter und Musikinstrumente. Und vor allem wächst der Kiri-Baum sehr schnell – um einige Meter pro Jahr. Und wenn man ihn gefällt hat, wächst er einfach wieder nach – ein paar Mal zumindest. Somit haben diejenigen, die den Baum pflanzen, schon etwas davon, aber auch noch ihre Kinder und Enkel. Zudem kann das Gehölz vergleichsweise viel Kohlendioxid absorbieren. Mehr kann man von einem Baum an Nachhaltigkeit wirklich kaum erwarten.

Kooperation zwischen Kirchgemeinde und Landwirt aus Neu Sanitz

Etwa 800 dieser speziellen Bäume wurden in dieser Woche auf einer etwa einen Hektar großen Fläche zwischen Dersewitz und Wussentin gepflanzt. Hintergrund ist das Projekt „Bäume für die Zukunft – eine Kirchengemeinde setzt Träume in die Tat um“, das von der Liepener Pastorin Frauke Reek-Winkler gemeinsam mit Aktivisten vor Ort und in der Umgebung angestoßen wurde.

Dabei handelt es sich auch um eine Kooperation zwischen der Kirchgemeinde und dem Landwirt Klaus Michels aus Neu Sanitz. Denn die Fläche, auf der die kleine Plantage entstanden ist, gehört der Kirchengemeinde, die auch für den Zaun und die Pflanzen aufkommt. Regelmäßig gepflegt werden die Bäume, die ursprünglich aus dem Fernen Osten stammen, inzwischen aber so gezüchtet wurden, dass sie auch hierzulande gedeihen, dann allerdings vom Landwirt.

Auch 80 eigene Bäume für Kita-Kinder gepflanzt

Die erste Ernte wird bereits in 15 Jahren erwartet. Mit dem Erlös sollen zunächst die bisherigen Aufwendungen ausgeglichen werden. Doch alles, was danach kommt, komme dem jungen Landwirt zugute, erklärte Pastorin Frauke Reek-Winkler. Über 80 eigene Kiri-Bäume können sich auch die Kita-Kinder der Gemeinde Neetzow-Liepen freuen. Sie sollen sich nach den Sommerferien um die Gewächse kümmern und so auch lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Unterstützt wird das Projekt „Bäume für die Zukunft“ von der Buggenhagen-Stiftung, der Pommerschen Evangelischen Kirche und dem Kulturbüro des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Dersewitz

Kommende Events in Dersewitz (Anzeige)

zur Homepage