Neue Schwimmhalle
Anklam hechtet Richtung Baustart

Die Arbeitsberatung in Anklam mit allen Beteiligten hat das Projekt Schwimmhalle ein ganzes Stück vorangebracht, so Bürgermeister Michael Galander.  
Die Arbeitsberatung in Anklam mit allen Beteiligten hat das Projekt Schwimmhalle ein ganzes Stück vorangebracht, so Bürgermeister Michael Galander.
ZVG

Die Anklamer halten an ihren Zielen fest: Im November soll der Baustart für die neue Schwimmhalle fallen. Im Dezember will der Bürgermeister die fertige Grundplatte des Gebäudes sehen – so wurde es auch jetzt beim Arbeitstreffen mit Planern und Fördermittelgebern besprochen. Auch diese haben eine enge Frist im Nacken.

Beim Thema Schwimmhalle legt die Stadt Anklam weiter ordentlich Tempo vor. Jetzt fand die erste übergreifende Arbeitsberatung mit einem auf Schwimmhallen-Modulbauten spezialisierten Unternehmen aus den Niederlanden statt. Dieses erarbeitet derzeit auch die Machbarkeitsstudie für das Projekt. Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA/Initiativen für Anklam)schätzt das Treffen als erfolgreich ein.

Bis zum Ende des Monats soll nun die fertige Analyse auf dem Tisch liegen. Bis dahin soll der Stadt Anklam zudem vom Landesförderinstitut die schriftliche Zusage zugehen, dass die Gesamtkosten zu 90 Prozent – also maximal mit 6,75 Millionen Euro – gefördert werden und ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn genehmigt werde. Lediglich die Schwimmvereine müssten nun noch Besucherzahlen und Vorstellungen nachliefern, ergänzt Galander.

Geplant sei, am Standort im Mittelfeld weiterhin eine Schwimmhalle mit insgesamt acht 25-Meter-Bahnen zu errichten. Drei Bahnen sollen zudem einen speziellen Hubboden bekommen, sodass auch der Schwimmunterricht für Kinder und Nichtschwimmer unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden kann. Die Ausstattung von Saunabereichen und ähnlichem trage der Verein, so Galander. Die Halle werde auch in Sachen Energieeffizienz von vornherein möglichst ökologisch geplant. So gebe es derzeit noch Absprachen, wie das nahe Anklamer Heizhaus bestmöglich in die Versorgung mit einbezogen werden kann. Die Statik der neuen Schwimmhalle werde zudem so ausgelegt, dass auf der 1500 Quadratmeter großen Dachfläche eine Photovoltaik-Anlage installiert werden kann.

Stadt möchte ersten Teil regional ausschreiben

Die Halle als solche soll an das Konzept „Simply Swimming“ der Niederländer, wie es bereits in anderen Orten durchgeführt wurde, angelehnt sein. Die Machbarkeitsstudie sei jedoch ein klar abgetrennter Auftrag. Die Ausschreibung erfolge demnach Bieter-neutral, so Galander. Läuft es auch dort weiter nach Plan, hofft er zudem darauf, dass die nächsten anstehenden Schritte bis zum Baustart sogar teilweise parallel verlaufen können. „Wenn wir den ersten Teil der Planungsleistungen regional anstatt europaweit ausschreiben können, wäre das natürlich von Vorteil“, sagt Galander. Ließe sich dort ein Planer finden, könnte Anfang März sogar schon die weitere Bauplanung und -durchführung europaweit ausgeschrieben werden.

Ein ambitioniertes Ziel: Wenn dieses auch gelinge, so Galander, peile die Stadt einen Baustart im November dieses Jahres an. Gleichzeitig wolle die Verwaltung die Ausschreibung so formulieren, dass die Betonarbeiten, wie die Erstellung der Grundplatte und die Grundform des Beckens, zudem noch im Dezember 2019 erfolgen sollen. Dann könnte es im Winter direkt weiter mit dem Stahlbau weitergehen.