Bauarbeiten

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Alter Löwitzer DDR-Block muss weichen

Der einzige Block in Löwitz ist kaum noch bewohnt und lohnt sich finanziell für die Gemeinde nicht mehr. Deswegen soll er jetzt weg.
Der einzige Block in Löwitz ist kaum noch bewohnt und lohnt sich finanziell für die Gemeinde nicht mehr. Deswegen soll er jetzt weg.
Philipp Schulz

In Löwitz soll der letzte Mehrfamilienwohnblock abgerissen werden. Das hat die Gemeindevertretersitzung entschieden. Was bedeutet das für die verbleibenden Mieter des Gebäudes?

In dem beschaulichen Dorf Löwitz, das fast mittig zwischen Ducherow und Boldekow liegt, gibt es noch einen Wohnblock, wie man ihn aus DDR-Zeiten kennt. Der Block wurde vor einiger Zeit renoviert und gehört der Gemeinde Ducherow. Nun soll er jedoch weichen.

„Die Betriebs- und Haltungskosten sind nicht mehr tragbar, deswegen haben wir uns für den Abriss entschieden,“ begründete Bernd Schubert, Ducherows Bürgermeister, die Entscheidung. Die Gemeindevertreter haben diesen Schritt einstimmig auf ihrer letzten Sitzung entschieden. Noch wohnen in der Dorfstraße 4-6 jedoch fünf Mietpartein. In den drei Aufgängen sind eigentlich 24 Wohnungen, auch ein Garagenhof gehört zu dem Grundstück.

Fünf Mieter suchen neue Wohnungen

Für den Zwangsumzug der fünf verbliebenen Mieter räumt die Gemeinde jedoch genug Zeit ein. „Wir haben mit allen Mietern gesprochen. Das war natürlich emotional, aber sachlich. Niemand muss vor Ende 2019 ausziehen,“ erklärt Schubert den Ablauf.

Über ein Jahr haben die restlichen Mieter nun also Zeit, sich eine neue Wohnung zu besorgen, erhalten Vorrang bei Wohnungen, die ebenfalls der Gemeinde gehören. „Leider haben wir aktuell keine Wohnungen in Löwitz selbst, weswegen wir auch ein Auge zudrücken, falls die Mieter einen oder zwei Monate länger als geplant für die Wohnungssuche brauchen,“ verspricht Schubert weiter.

Unterstützung durch das Land

Der Abriss wird vor allem günstig für die Gemeinde, da das Land das Vorhaben fördert. Bereits seit 2011 gibt es die Richtlinie zur Wohnungsmarktstabilisierung durch Rückbau in räumlich festgelegten Fördergebieten. Für jeden Quadratmeter Wohnfläche, die abgerissen wird, erhält die Gemeinde 50 Euro vom Land. Für den Rückbau kann Schubert mit 63 400 Euro Unterstützung rechnen.