Wohnungsgenossenschaft Anklam

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1,4 Millionen Euro für neue Wohnhäuser

Das ist der geplante Neubau der Wohnungsgenossenschaft Anklam.
Das ist der geplante Neubau der Wohnungsgenossenschaft Anklam.
NK-Grafik: D. Focke

Investition in Millionenhöhe: Die Wohnungsgenossenschaft Anklam baut erstmals seit der Wende neue Wohnhäuser. Am Donnerstag startet das Projekt mit dem ersten Spatenstich.

Zum ersten Mal seit der Wende baut die Wohnungsgenossenschaft Anklam neue Wohnungen. Das Gros des Bestands stammt noch aus den 1960er und 1970er Jahren. „Das letzte Bauprojekt ist 1989 im Stadtwald fertig geworden“, sagte Falko Jonas, Geschäftsführer der Genossenschaft.

Doch nun haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, wieder als Bauherr tätig zu werden. Schließlich ist die Genossenschaft noch im Besitz von einigen unbebauten Grundstücken. Nun sollen Am Bock acht Wohnungen in zwei nebeneinander liegenden Gebäuden entstehen: eine schöne große 90-Quadratmeter-Wohnung mit vier Zimmern, fünf Wohnungen mit drei Zimmern zwischen 75 und 85 Quadratmetern und zwei kleinen Zweiraum-Wohnungen, die knapp 60 Quadratmeter umfassen. Für sechs der Wohnungen gebe es bereits Interessenten, von denen einige heute auch zum ersten Spatenstich erwartet werden, sagte Jonas.

Wenig Nachfrage für große Wohnungen

„Wir haben vor dem Start des Projekts analysiert, welche Wohnungen wir noch im Bestand benötigen und was am besten nachgefragt wird“, erklärte Jonas. Zunächst gab es die Idee, Reihenhäuser auf das Gelände zu bauen. Das erwies sich aber als schwierig, weil zu dem Konzept auch Gärten gehören sollten. Die hätten aber auf der Nordseite gelegen und wären wenig attraktiv gewesen, daher verwarfen die Verantwortlichen bei der Genossenschaft diese Planungen schnell.

Wenig Nachfrage gab es auch für die Idee, große Wohnungen mit rund 120 Quadratmeter zu schaffen. „Da war uns das Risiko zu groß, am Ende Leerstand zu schaffen“, sagte Jonas.

Fertigstellung für Anfang 2020 geplant

Als Erfolg versprechend erwies sich am Ende dann das Projekt, das jetzt umgesetzt wird. Dass bereits sechs der acht Wohnungen vergeben sind, ist dafür ein Beleg. Die Fertigstellung ist für Anfang 2020 geplant. „Möglicherweise können die Wohnungen auch schon früher bezogen werden, wenn das Wetter mitspielt und wir mit den Bauarbeiten zügig vorankommen“, sagte Jonas.

Das nächste Projekt steht auch schon in den Startlöchern. Die Wohnungsgenossenschaft will ein Neubauprojekt in der Innenstadt umsetzen und plant dafür den Erwerb eines Grundstücks von der GWA an der Keilstraße, dort, wo das Lilienthal-Denkmal steht. Geplant ist dort auch ein Mehrfamilienhaus. „Wir sind weniger auf Gewerbe-Objekte spezialisiert“, sagte Jonas. Trotzdem ist noch offen, ob im Erdgeschoss des neuen Gebäudes nicht doch Gewerbe angesiedelt wird.