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Dichter Giftqualm legt sich über Blumenthal

Mit einem Schaum-Wasser-Gemisch haben die Feuerwehrleute die Flammen auf dem Silo erstickt.
Mit einem Schaum-Wasser-Gemisch haben die Feuerwehrleute die Flammen auf dem Silo erstickt.
Lutz Storbeck

Ein Brand auf dem Milchhof Blumenthal bei Ferdinandshof hat am Dienstag eine Miete zum großen Teil zerstört. Die Feuerwehren hatten es mit schwierigen Bedingungen zu tun.

Große Teile einer Roggensilage-Miete der Milchhof Blumenthal GmbH sind am Dienstag verbrannt. Das Feuer, das am späten Mittag aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen war, hat Reifen, Netze, Folie und einen Teil der Silage zerstört, sagte Geschäftsführer Eckhard Kummert. Personen sind nicht verletzt worden. Wie groß der entstandene Sachschaden ist, ließ sich am Dienstag noch nicht genau sagen. Fest steht, dass ein erheblicher Teil der Silage, die unter anderem als Futter in der Rinderaufzucht verwendet wird, vernichtet wurde.

Feuerwehrleute aus Ferdinandshof, Blumenthal und Meiersberg sowie aus anderen Wehren der Umgebung sind zur Brandbekämpfung auf dem Gelände des Agrarunternehmens am Dorfrand von Blumenthal ausgerückt. Dabei mussten vor allem zunächst die Atemgeräteträger ran, denn über dem gesamten Gebiet hatte sich dichter giftiger Qualm ausgebreitet, der die Sicht einschränkte und das Atmen erschwerte. Mithilfe von Schaum sind die Flammen auf dem Silo erstickt worden.

Als schwierig erwies sich der Aufbau einer Löschwasserversorgung, denn der zum Teil böige Wind trieb die giftigen Qualmschwaden auf die Wasserentnahmestelle beim Betriebsgelände, sodass die Feuerwehrleute zum Teil lange Schlauchleitungen legen und das Wasser auch mit Tankfahrzeugen zum Brandort schaffen mussten.

Radlader haben die Brandreste auseinander geschoben, damit mögliche Glutnester gefunden und unschädlich gemacht werden konnten. Geprüft werden muss nun, ob vielleicht ein Teil der Silage aus dem betroffenen Silo noch genutzt werden kann.