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Von der Pickelhaube bis zur Pionierbluse

Die Storkower haben allen Grund zum Feiern. Ihr Dorf ist 700 Jahre alt. Schon einige Partys gab es. Doch die größte, die fand jetzt am Sonnabend statt.

Yasmin, Silvana und Timothy Diedrich (von links) erinnerten an Gemeindeschwester Helene Diedrich, die einst junge Sanitäter bei den Jungen Pionieren ausbildete.
Horst Skoupy Yasmin, Silvana und Timothy Diedrich (von links) erinnerten an Gemeindeschwester Helene Diedrich, die einst junge Sanitäter bei den Jungen Pionieren ausbildete.

Wenn von knapp 360 Storkowern rund 150 beim Festumzug zum großen Jubiläum dabei sind, dann zeigt das, wie sehr die Einwohner mit ihrem Dorf verbunden sind. Da konnte auch fieser Niesel die Stimmung nicht vermiesen – die Storkower, die im Festzug auf der Dorfstraße und die am Straßenrand, waren gut drauf.

In einigen Bildern beim Festumzug gewährten sie sich und ihren Gästen Einblicke in die 700-jährige Historie von Storkow, ein Dorf, das erst in der jüngsten Geschichte Ortsteil der Stadt Templin wurde. Viele der Beteiligten waren mit historischen Gewändern ausstaffiert, so wie Ortsvorsteher Dietmar Unger, dessen mittelalterliche Kleidung ihm ein fragwürdiges Kompliment einbrachte. „Jetzt siehst du aus, wie ein echter Bürgermeister”, rief eine Besucherin aus dem Nachbarort Vogelsang. Traditionelles Handwerk durfte nicht fehlen – 26 Gewerbebetriebe gibt es heute noch im Ort, sagte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke). Aber auch bittere Zeiten wie Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg waren dargestellt. Und zwei „Christel von der Post” erinnerten in authentischen Uniformen daran, das es noch zu DDR-Zeiten eine Post im Ort gab.

Die 700-Jahrfeier am Sonnabend zählte zu den Höhepunkten der Festlichkeiten, die über das ganze Jahr verteilt waren beziehungsweise noch sind. Einen Eindruck von der Jubiläumsparty können Sie in der Bildergalerie bekommen.