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Flüchtlingsheim evakuiert

Am Freitagabend gab es einen Großeinsatz im Templiner Asylbewerberheim. Aus einem der drei Tanks auf dem Gelände trat Gas. Die Bewohner mussten wegen der Explosionsgefahr evakuiert werden.
Am Freitagabend gab es einen Großeinsatz im Templiner Asylbewerberheim. Aus einem der drei Tanks auf dem Gelände trat Gas. Die Bewohner mussten wegen der Explosionsgefahr evakuiert werden.
Steffen Gebhardt

Die Bewohner des Templiner Asybewerberheims sind knapp einer Katastrophe entkommen. Nur dank der Umsicht des Wachschutzes und des Zusammenspiels der Einsatzkräfte konnte Schlimmeres verhindert werden.

Ein Leck in einem Gastank hat am Freitagabend für Aufregung im Templiner Asylbewerberheim gesorgt. Wachschutzleute der Uckermärkischen Dienstleistungsgesellschaft bemerkten auf ihrem Rundgang über das Gelände in der Milmersdorfer Chaussee Gasgeruch und informierten daraufhin die Leitstelle. Die Kollegen in der Zentrale reagierten sofort, schließlich hat der Tank ein Fassungsvermögen von 5200 Litern, ein zweiter gleichgroßer steht direkt daneben. Darüber hinaus befindet sich knapp 40 Meter weiter ein dritter Tank.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte wegen der möglichen Explosionsgefahr aus. Einsatzleiter Stefan Henning, stellvertretender Wehrführer von Templin, zählte 82 Leute. Die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus Templin, Röddelin und Storkow evakuierten die Notunterkunft und brachten die 61 Bewohner in Sicherheit. Da drei von ihnen krank und bettlägerig waren, brachten Rettungssanitäter sie ins Krankenhaus nach Templin. Auf dem nahegelegenen Sammelplatz betreuten die Mitarbeiter der Sondereinsatzgruppe Katastrophenschutz die völlig verunsicherten Bewohner, während die Feuerwehrleute und angeforderten Spezialisten das Leck im Gastank untersuchten.

Zeitgleich wurden Vorbereitungen getroffen, um die Flüchtlinge in die Turnhalle der Goethe-Grundschule nach Templin zu fahren, wo sie die Nacht verbringen sollten. Doch die Gas-Experten konnten den Tank reparieren und schließlich Entwarnung geben, sodass die Bewohner kurz nach 1 Uhr zurück in ihre Unterkunft konnten.