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Ärger über brennende Gartenabfälle

Brauchtumsfeuer wie zum Abbrennen von Weihnachtsbäumen müssen vorher genehmigt werden. 
Brauchtumsfeuer wie zum Abbrennen von Weihnachtsbäumen müssen vorher genehmigt werden.
Sigrid Werner

Im Land Brandenburg gilt seit Jahren ein striktes Verbrennungsverbot. Dennoch steigen da und dort noch Rauchsäulen auf. Was ist rechtens?

Im Herbst häufen sich die Beschwerden von Bürgern über die illegale Verbrennung von Abfällen im Freien. Das Umweltministerium des Landes Brandenburg nahm das zum Anlass, erneut an das Verbrennungsverbot im Land zu erinnern und die Ordnungsämter zu ermahnen, Lagerfeuer stärker zu kontrollieren. Auch bei Ute Stahlberg von der Templiner Stadtverwaltung gehen immer wieder Hinweise zu Rauchsäulen auf Grundstücken ein.

Wenn zu vermuten ist, dass dort Gartenabfälle oder sogar belastete Materialien verbrannt werden, schicke sie die Außendienstmitarbeiter der Stadt in die Spur, versicherte sie. Vor allem Nachbarn, die sich von stinkenden Rauchschwaden belästigt fühlen, melden sich im Ordnungsamt.

Als erstes werden nicht gleich Bußgelder verhängt

Zunächst werden Bürger, die Abfälle verbrennen, aufgefordert, dies zu unterlassen. In der Regel reiche eine solche ernsthafte Ermahnung, so Stahlberg. Schwerwiegende Verstöße gegen das Abfallverbrennungsverbot können richtig teuer werden und Bußgelder von mehreren Tausend Euro nach sich ziehen.

Feuerwehr nicht wegen Abfallverbrennung anfordern

Die Fachgebietsleiterin im Ordnungsamt appellierte an die Bürger, Verstöße gegen das Verbrennungsverbot auch künftig dem Ordnungsamt zu melden, anstatt die Feuerwehr zu rufen. Dafür seien die Kräfte der Feuerwehr einfach zu kostbar, sagte sie. Für jene Unbelehrbaren, die überdimensionale Feuer entfachen und dabei auch noch Abfall verbrennen, sodass es es den Augenschein hat, ein unkontrolliert abbrennendes Feuer entwickele sich zu einem Brand, könne es ebenfalls teuer werden, wenn dann die Feuerwehr ausrücke und den Verursachern des Einsatzes die Kosten in Rechnung gestellt würden.

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