Verbandsausschluss wegen Rechtsextremismus :

FC Ostelbien Dornburg scheitert mit Klage

Rechtsextremismus, Bedrohungen, Beleidigungen, Spielabbrüche - zu viel, um den Kreisligisten nicht auszuschließen, entschied der Landessportbund Sachsen-Anhalt. Ein Gericht gab ihm nun Recht.

Darf auch in Zukunft nicht zurück in seinen ehemaligen Verband: Der FC Ostelbien Dornburg.
Jens Wolf Darf auch in Zukunft nicht zurück in seinen ehemaligen Verband: Der FC Ostelbien Dornburg.

Der vom Landessportbund (LSB) Sachsen-Anhalt wegen rechtsextremistischer Tendenzen ausgeschlossene Fußball-Kreisligist FC Ostelbien Dornburg ist mit einer Klage gegen seinen Ausschluss gescheitert. Das Oberlandesgericht Naumburg wies zwei einstweilige Verfügungsverfahren zurück, die der Club gegen den LSB und den Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) angestrengt hatte. Das teilte der FSA am Donnerstagabend mit.

Die Richter bestätigten damit zwei zuvor getroffene Entscheidungen des Landgerichts Magdeburg und des Landgerichts Halle. Damit bleibt Dornburg vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

Bedrohungen und Beleidigungen wiederholten sich

Bei Spielen des FC Ostelbien war es in der Vergangenheit wiederholt zu Zwischenfällen gekommen. Gegnerische Spieler wurden bedroht, Referees beleidigt und Spielabbrüche provoziert. Daraufhin hatte der LSB den FC Ostelbien Ende August ausgeschlossen. Dagegen legte der Verein Widerspruch ein. Nun wird sich der Hauptausschuss des Sportbundes am 14. November abschließend mit dem Fall beschäftigen.

Das Oberlandesgericht Naumburg begründete die Zurückweisungen auch damit, dass es dem FC Ostelbien Dornburg zuzumuten sei, die Entscheidung des LSB-Hauptausschusses Mitte November abzuwarten.

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