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Innenminister wollen "Prepper-Szene" beobachten lassen

Medizinische Notfallpackungen wie diese gehören für sogenannte Prepper in jeden Haushalt.
Medizinische Notfallpackungen wie diese gehören für sogenannte Prepper in jeden Haushalt.
Henning Kaiser

Kaum etwas ist über sie bekannt. Gehören die „Prepper” zu rechtsextremen Szene? Neigen sie zur Radikalisierung? Das wollen die Innenminister der Länder herausfinden.

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) die sogenannte Prepper-Szene bundesweit beobachten lassen. Das Thema steht auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz (IMK), die am Donnerstag in Leipzig beginnt. Das RND berichtete, der Antrag auf Beobachtung der mutmaßlich rechtsextremistischen Szene werde von Union und SPD gleichermaßen unterstützt.

Razzia gegen „Prepper” im August in Mecklenburg-Vorpommern

Ähnlich wie bei den Reichsbürgern wollten die Innenminister in Erfahrung bringen, inwieweit die „Prepper”-Szene zur Radikalisierung neigt, über wie viele Waffen sie verfügt und welche Bezüge zum Extremismus es gibt. Bisher ist über die „Prepper” (von engl. prepare – vorbereiten) nicht so viel bekannt.

Bei einer Anti-Terror-Razzia Ende August hatten Sicherheitskräfte in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen und Büros von sechs „Preppern” durchsucht. Zwei von ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat eine Kommission eingesetzt, die die Szene im Nordosten unter die Lupe nehmen soll.

Kommentare (3)

Also wenn man sich uns seine Familie auf schlechtere Zeiten vorbereitet, kommt man ins Visier des Staates? Das kann vielschichtige Gründe haben, einer davon ist, das selbst die Regierung vor ein paar Monaten geraten hat sich Reserven anzulegen. Die Grenzen nehmen sie nicht so genau ins Visier, aber die eigenen Bürger. Und mich würde immer noch interessieren wie man damals bei den 2 Männern darauf kam, dass sie eine Todesliste hätten. Denn aus den Chats ķam ja wohl nur raus, dass sie sich auf "turbolente" Zeiten einstellen wollten. Außerdem, wieso macht man auch gleich Razzien bei 4 Zeugen? Ich bin echt interessiert, wie das gesetzlich alles geregelt ist, das die Privatsphäre so schnell gebrochen werden kann?

Klar, wer mehr als 3 kg Kartoffeln, 5 Klohpapierrollen und 2 Stück Butter zu Hause hat ist ein Bevorrater (um beim deutschen Begriff zu bleiben). Solche Leute sind äußerst verdächtig, demzufolge unter ständiger Beobachtung zu halten. Ganz verdächtig ist, wer für seine Enkel noch Pfeil und Bogen, zum Indianer spielen im Haus hat. Die rechtlichen Grundlagen werden halt der jeweiligen Lage oder Situation angepasst (Friesiert), je nachdem wie man es der Bevölkerung verkaufen muss oder will. Denn in der Bevölkerung hat sowieso kaum einer Ahnung vom deutschen Recht und Gesetz. Und selbst wer die Paragraphen wortwörtlich kennt, weis noch lange nicht wie die rechtliche Anwendung zu handhaben ist.

...man weiß nicht ob man lachen oder heulen soll ob dieser Meldung. Nicht einmal aus Stalins blindwütigen Fantasien ist jemals eine solch absurde Kategorie von "Volksfeinden" entsprungen. Verlorenes Vertrauen gewinnt man ganz sicher nicht zurück auf diese Weise !