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Wer ist der Herzinsel-Käufer und was hat er vor?

Die Herzinsel im Brückentinsee ist am Amtsgericht in Waren zwangsversteigert worden. Das Wenige, das über den Käufer bekannt ist, stammt aus dem "Panama Papers" und stimmt misstrauisch. Er muss eine Frist einhalten, um die 1,7 Millionen Euro zu zahlen.

Die Herzinsel im Brückentinsee bei Dabelow (Mecklenburg-Vorpommern) wude zwangsversteigert.
Winfried Wagner / dpa Die Herzinsel im Brückentinsee bei Dabelow (Mecklenburg-Vorpommern) wude zwangsversteigert.

Eine Woche nach der Zwangsversteigerung der „Herzinsel“ im Brückentinsee bei Dabelow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) herrscht weiter Unklarheit über den Käufer und dessen Absichten. Über die Auktion hinaus habe sich niemand gemeldet, erklärten der bisherige Mit-Eigentümer Walter Kummerow und eine Sprecherin des Amtsgerichtes in Waren an der Müritz am Montag.

Die „Penney Business Limited-Gruppe” als Käufer habe bis Anfang August Zeit, die Versteigerungssumme von 1,7 Millionen Euro zu zahlen. Dann gebe es einen nicht öffentlichen Termin, bei dem das Geld an die berechtigten Gläubiger verteilt wird, wie bei Zwangsauktionen üblich.

Eintrag bei den „Panama Papers”

Nach Nordkurier-Informationen handelt es sich bei der „Penny Business Limited” um eine Briefkastenfirma, die in Panama an der Adresse der Rechtsanwaltskanzlei Kuzniecky & Co. registriert ist. Ansonsten existieren keinerlei Informationen über die „Penny Business Limited”. Die Firma hat keine eigene Website. Online erscheint sie lediglich in einer öffentlich zugänglichen Datenbank, die ein Konsortium internationaler Journalisten während der Auswertung der sogenannten „Panama Papers” angelegt hat.

Aus diesen Informationen geht hervor, dass Gesellschafter der Firma Raul Garrido Garibaldo ist, der außerdem zumeist einziger Aktionär von 161 weiteren Firmen ist. Alle diese Firmen sind auf die Adresse der Rechtsanwaltskanzlei in Panama City registriert.

Zwangsversteigerung nach Finanzproblemen

Ein Anwalt aus Frankfurt am Main hatte die Insel im Namen der Gruppe am 12. Juni ersteigert. Mitgeboten hatte kurzzeitig auch Modedesignerin Jette Joop. Das fünf Fußballfelder große Eiland hatte zu DDR-Zeiten die Staatssicherheit genutzt. Es steht unter Naturschutz und liegt 80 Kilometer nördlich Berlins. Der Geschäftsmann Walter Kummerow hatte die Insel 1992 mit einem Bekannten von der Treuhand erworben. Der Bekannte war in Finanzprobleme geraten, was zur Zwangsversteigerung führte.

Auf der Insel wird ein kleines Hotel mit zehn Mitarbeitern betrieben, dessen Pachtvertrag bis 2021 unkündbar ist. Dabelows Bürgermeister Manfred Marczok fordert, dass die Insel, zu der nur eine gemeindeeigene Holzbrücke führt, öffentlich zugänglich bleiben soll.

 

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Kommentare (3)

Der Ausverkauf Mitteldeutschlands an ausländische Heuschrecken ist ein absolutes kriminelles Geschäft und verstößt gegen das internationale Völkerrecht! Die meisten Länder auf der Welt haben den Verkauf von Land nur für die eigenen Bürger im Gesetz festgeschrieben. Deutschland verkauft sich immer mehr an das Ausland, allerdings wird dies noch ein bitteres Nachspiel haben, weil das Volk dazu nie befragt wurden ist. Solche Boden-Geschäfte sind absolut unzulässig, dass musste auch ein Schalck-Golodkowski später vor einem alliierten Militärgericht feststellen!

... musste sich Alexander Schalck-Golodkowski wegen "Boden-Geschäften" verantworten?

Schade das sich niemand aus der Region gefunden hat, diese Immobilie zu erwerben. Nun also dubiose Firmen mit Geld, deren Herkunft möglicherweise als problematisch angesehen werden kann. Der Ausverkauf kann beginnen...