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Fußballer verewigen sich im Goldenen Buch

Das Goldene Buch der Stadt Neustrelitz hat 32 Unterschriften mehr. Fußballer der Partnerstadt Schwäbisch Hall durften sich verewigen, genau wie es auch schon Angela Merkel und Roman Herzog einst getan haben.

Die Sportfreunde Schwäbisch Hall waren am Wochenende mit ihrer 1. Herrenfußballmannschaft und mit den A-Junioren in Neustrelitz zu Gast und trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein.
Anett Seidel Die Sportfreunde Schwäbisch Hall waren am Wochenende mit ihrer 1. Herrenfußballmannschaft und mit den A-Junioren in Neustrelitz zu Gast und trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Normalerweise herrscht am Wochenende Ruhe im Rathaus. Am Sonnabend sah dies anders aus. 32 Sportler in blauen Trikots stürmten in das Haus am Markt. Die Fußballer waren Gäste aus der Neustrelitzer Partnerstadt Schwäbisch Hall, absolvierten gerade ein kleines Trainingslager, ein Freundschaftsspiel gegen die Neustrelitzer TSG und wurden nun vom stellvertretenden Bürgermeister, Christian Butzki, willkommen geheißen.

Der Manager der Sportfreunde Schwäbisch Hall hatte den Kontakt zur TSG gesucht. Nicht das erste Mal sind die Fußballer vor Ort. In unregelmäßigen Abständen besuchen sich beide Teams. Mit einem Freundschaftsspiel enden diese Begegnungen immer. Für die Stadt Anlass genug, um auch den Schwäbisch Haller Fußballern um einen Eintrag ins Goldene Buch zu bitten. Nun haben sich diese in dem Buch verewigt, genau wie es der Schwäbisch Haller Bürgermeister bereits getan, aber auch Angela Merkel oder Roman Herzog als diese einst der Stadt einen Besuch abstatteten.

Die Beziehungen der Neustrelitzer zu den Schwäbisch Hallern im Bundesland Baden-Württemberg stammen bereits aus DDR-Zeiten. Der Bürgermeister aus Schwäbisch Hall hatte sich damals um eine ostdeutsche Stadt bemüht. Die Stadt Meißen war zwar zunächst die erste Wahl der Baden Württemberger. Aber dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker passte dies nicht. Erich Honecker vermittelte stattdessen den Schwäbisch Hallern das nördliche Neustrelitz, wohl in der Hoffnung, dass diese Fernbeziehung nicht zu intensiv wird. Das damalige Staatsoberhaupt der DDR hatte die Rechnung aber ohne die Neustrelitzer und die Schwäbisch Haller gemacht. Zwischen beiden hatte es quasi gefunkt. Die pflegten und pflegen ihre Fernbeziehung bis heute.