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3000-Grad-Festival in Feldberg startet

In der Kieskuhle geht ab heute die Post ab. Junge Leute aus aller Welt wollen ein friedliches und familiäres Fest feiern. Naturschützer allerdings sind kritisch.

Auch in diesem Jahr wird es zum Festival wieder phantasiereiche Kostüme geben. (Archivfoto)
Matthias Schütt Auch in diesem Jahr wird es zum Festival wieder phantasiereiche Kostüme geben. (Archivfoto)

Um Punkt 12 Uhr ist es am Freitag jenseits des Feldberger Küstersteigs endlich so weit: Die Besucher des 3000-Grad-Festivals dürfen aufs Gelände und ihre Zelte aubauen. 4200 Tickets sind unter die Leute gebracht. Damit ist das Festival wie all die Jahre schon ausverkauft. Musik, Tanz, Show und Theater gibt es in der sogenannten Kieskuhle unweit des Schmalen Luzins. Der berühmte Feldberger See ist für die Festivalgäste allerdings so eine Art Terra Incognita. Denn er liegt in einem Naturschutzgebiet.

Deshalb findet das Festival auch unter erheblichen Auflagen statt. Unter anderem wurden Begrenzungszäune aufgebaut, die die Festivalgäste von dem Naturschutzgebiet fernhalten sollen. Erstmals gibt es in diesem Jahr auch Lärmmessungen an sechs von der Gemeinde vorgegebenen Orten. Sie sollen sichern, dass die vorgegebenen Dezibelwerte eingehalten werden. Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft steht hinter dem Festival und hat dies auch per Beschluss ihrer Gemeindevertretung besiegelt. Kritiker gibt es dennoch vor allem auf Seiten des Naturschutzes. Das 3000-Grad-Festival in Feldberg findet zum 6. Mal statt. Der in Wustrow beheimatete Ausrichter, der 3000-Grad-Verein, organisiert über das Jahr auch an anderen Orten Veranstaltungen.

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