Unsere Themenseiten

:

Nach tödlichem Unfall Hinweise auf Autorennen

Der Fußgänger wollte die Demminer Straße in Neubrandenburg überqueren und wurde überrollt.
Der Fußgänger wollte die Demminer Straße in Neubrandenburg überqueren und wurde überrollt.
Felix Gadewolz

Musste ein 33-jähriger Fußgänger in Neubrandenburg sterben, weil zwei Autofahrer sich ein illegales Rennen lieferten?

Knapp zwei Wochen nach einem tödlichen Unfall in Neubrandenburg hat die Staatsanwaltschaft Hinweise auf ein Autorennen. Damals war ein 33 Jahre alter Fußgänger angefahren und tödlich verletzt worden. „Wir haben inzwischen entsprechende Hinweise bekommen”, sagte ein Sprecher der Neubrandenburger Justizbehörde am Dienstag.

Es seien aber weitere Ermittlungen und Zeugenvernehmungen zu dem Unfall vom 29. August nötig. Ein 20-jähriger Autofahrer soll den Neubrandenburger am Abend auf der vierspurigen Straße mit dem Wagen erfasst und tödlich verletzt haben.

Anderer Fahrer soll geflohen sein

Gegen den Fahrer wird bislang wegen fahrlässiger Tötung und Verkehrsgefährdung ermittelt. Der an dem Rennen beteiligte andere Autofahrer soll geflohen sein. Am Auto entstand durch den Aufprall laut Polizei ein Schaden von rund 12 000 Euro. Der Autofahrer erlitt einen Schock und wurde im Krankenhaus behandelt.

Ein Gutachter prüft derzeit noch, mit welcher Geschwindigkeit der Wagen auf der ehemaligen Bundesstraße 96 unterwegs war, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Vom Ergebnis hänge ab, ob die Anklage auch noch verschärft werden könnte. Unterdessen erklärt die Mutter des Fahrers: „Mein Sohn hat an keinem Autorennen teilgenommen“ Sie beklagt sich gegenüber dem Nordkurier über Vorverurteilung in der Öffentlichkeit.

Mecklenburg-Vorpommern strebt derzeit gemeinsam mit anderen Bundesländern eine Gesetztesänderung an, wonach illegale Rennen deutlich härter bestraft werden sollen. Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren sollen damnach möglich sein.

Kommentare (5)

Unabhängig von einem eventuellen illegalen Autorennen: Ist der Fußgänger an einer Ampel bei Grün über diese vierspurige Straße mit bepflanzten Mittelstreifen gegangen? Hatten die Fahrzeuge kein Licht an in der Dunkelheit? War der Fußgänger unter Kopfhörer, Blick am Smartphone, anderweitig abgelenkt, dass er keine Fahrzeuge sah oder hörte? Wenn die entsprechenden Antworten positiv beantwortet werden können, sind 100prozentige Vorverurteilungen an den Autofahrer überflüssig und unpassend.

sehe ich auch so - zwischen der Kreuzung Filmeck und der Kreuzung AA sind Übergänge - hat das Opfer diese benützt oder hat es spontan, für einen Kraftfahrer nicht vorhersehbar die Straße gequert??? - was soll ich machen wenn mir jemand vors Auto gerät und ich bekomme das nicht rechtzeitig mit - (kann mit unseren Neubürgern ganz ganz schnell passieren aus erster Hand)

Mit Mutmaßungen ist weder den Hinterbliebenen und Freunden des Opfers noch dem Fahrer des Wagens in irgend einer Weise geholfen.

Bleibt es so oder so garkeine disskusion. Der Fahrer hätte anhalten können und dem Opfer helfen egal ob Kopfhöhrer oder nicht. Die verusacher sollten vor Augen bekommen welche Familien sie zerstört haben und gehören weggesperrt . Hässliche Karren mit lauten sounds und schwachsinniges getune ist nur nen dummes klischee ...

Der am Unfall beteiligte Fahrer und sein Beifahrer haben keine Fahrerflucht begangen. Vermutlich soll der in der Nähe befindliche andere Fahrzeugführer den Unfall gesehen, keine Erste Hilfe geleistet haben und weitergefahren sein. Das wäre Fahrerflucht. Aber wer weiss das schon, außer Beteiligte und Zeugen? Ich weiss es nicht, die Polizei weiss es auch nicht, die muss ermitteln, was vorgefallen ist. Ansonsten wissen wieder viele, die nicht dabei waren, mehr und glänzen vorab mit Weisheiten.