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Der Nordkurier versteigert Heimatliebe in Blau-Weiß

Nordkurier-Reporter Susanne Schulz und Thomas Beigang zeigen die blauen Bahnhofsschilder, die jetzt versteigert werden.
Nordkurier-Reporter Susanne Schulz und Thomas Beigang zeigen die blauen Bahnhofsschilder, die jetzt versteigert werden.
Thomas Türülümow

Der Nordkurier hat ausrangierte Neubrandenburg-Schilder aus dem Schrottplatz am Bahnhof gezogen und bietet die jetzt allen Lokalpatrioten an – für einen guten Zweck.

Zwei Meter lang, 30 Zentimeter breit und darauf prangt mit weißen Buchstaben auf blauem Grund der Name der Heimatstadt von mehr als 60.000 Menschen: Neubrandenburg. Noch viel mehr haben den Schriftzug auf den Schildern im Bahnhof in den vergangenen Jahren immer dann gelesen, wenn sie mit dem Zug endlich wieder in der Heimat angelangt waren.

Dem Nordkurier ist es jetzt gelungen – den Bauarbeiten entlang der Schienen sei Dank – sieben der Bahnhofsschilder an Land zu ziehen. Die galten, weil auf dem Bahnhof alles neu entsteht, als ausrangiert. Der Nordkurier hat die Schilder vom Schrottplatz gerettet – natürlich völlig legal. Vielen Dank an die Deutsche Bahn, die nichts dagegen sagte.

Geld geht als Spende an das Nordkurier-Leserhilfswerk

Die Ortsschilder wollen wir jetzt an die Frau und den Mann bringen und meistbietend verkaufen. 30 Euro, sozusagen als Verhandlungsbasis, gilt als der Start für die Gebote. Wer will, wer hat noch nicht?

Überflüssig zu sagen, dass es sich um ein einmaliges Angebot handelt. Denn den nächsten Bahnhof-Umbau werden wohl nur die Allerwenigsten noch erleben. Das Geld, das heimatliebende Lokalpatrioten aus Neubrandenburg für „ihre“ Schilder hinblättern, kommt selbstverständlich einem ganz vernünftigen Zweck zugute: Wir spenden das auf Heller und Cent genau an das Nordkurier-Leserhilfswerk. Seit genau 25 Jahren kümmert sich das um unverschuldet in Not geratene Mitbürger.

Angebote werden per E-Mail oder telefonisch entgegen genommen

Wer hat, der kann. Die Neubrandenburger haben schließlich ein schon oft bewiesenes großes Herz und können auch: Nämlich immer dann, wenn es darauf ankommt, anderen zu helfen. Und, wenn so ein besonderes Schild nicht für den Eigengebrauch gedacht ist, kann es vielleicht jenen Ex-Neubrandenburgern, die es in die Fremde gezogen hat, eine besondere Freude machen.

Neubrandenburgs „Chef“ findet die Aktion übrigens Klasse: „Nichts geht über das gute Gefühl wieder zu Hause zu sein. Das kennen wir, wenn wir nach einer Reise die Silhouette unserer Viertorestadt erkennen. Auch die Ortsschilder der Bahn rufen dieses Gefühl hervor. Sie sind also ein Stück Heimatgefühl“, so Oberbürgermeister Silvio Witt.

Genug der Worte: Wer will oder möchte oder muss ein Neubrandenburg-Schild erstehen? Angebote ab sofort als E-Mail an red-neubrandenburg@nordkurier.de oder an die Telefonnummer 0395 56397570. Zum Ende der nächsten Woche (24. November) wollen wir dann die sieben Schilder an die stolzen neuen Besitzer übergeben.