Krawalle und sexuelle Übergriffe auf Volksfest in Schorndorf

Krawalle und sexuelle Übergriffe auf einem Volksfest beschäftigen Polizei und Politik in Schorndorf bei Stuttgart.

Krawalle und sexuelle Übergriffe auf Volksfest in Schorndorf
Jan-Philipp Strobel Krawalle und sexuelle Übergriffe auf Volksfest in Schorndorf

„Die Gewalt gegenüber den Beamten war erschreckend”, sagte ein Polizeisprecher heute über die Vorfälle am Wochenende. Es sei üblich, dass sich während des Volksfests viele Jugendliche träfen – doch die Aggression gegenüber der Polizei sei neu gewesen. Als Hauptproblem nannte der Sprecher den Alkoholkonsum der Jugendlichen.

In der Nacht zum Sonntag versammelten sich laut Polizei bis zu 1000 junge Leute im Schlosspark der Stadt, es kam zu Randale. Viele der jungen Leute hatten laut Polizei einen Migrationshintergrund. Zwei junge Frauen wurden bei dem Stadtfest nach Angaben der Polizei von Flüchtlingen begrapscht. Auf dem Volksfest kam es laut Polizei auch zu sexuellen Übergriffen. Zudem seien mehrere Körperverletzungen angezeigt worden.

Vor den Krawallen hatten nach Angaben des Oberbürgermeisters vor allem Abiturienten und Realschüler auf dem Volksfest gefeiert. Das sei der Großteil der Menschen gewesen, sagte der Oberbürgermeister der Stadt, Matthias Klopfer (SPD), am Montag dem SWR. „Es war wie immer: Viele, viele Abiturienten und Realschüler haben bei uns im Schlosspark gefeiert. Und dann kam es nach Mitternacht zur Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen.” Erst später seien auch mehrere Menschen mit Migrationshintergrund oder Asylbewerber hinzugekommen – das sei aber nicht der Großteil gewesen.

Jetzt will die Stadt das Stadtfest mit mehr Polizisten sichern. Auch werde die Polizei an den beiden letzten Tagen der Schorndorfer Woche (14. bis 18. Juli) dunkle Ecken auf dem Gelände besser ausleuchten, kündigte der Aalener Polizeipräsident Roland Eisele heute an.

Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) sprach den Opfern der sexuellen Übergriffe, einer 17-Jährigen und einer 25-Jährigen, sein Mitgefühl aus. „Das ist kein Kavaliersdelikt”, sagte Klopfer.