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Feuerwehr dementiert Löschwasser-Knappheit in Altenhof

Nach dem Großbrand einer Scheune in Altenhof, beginnt nun die Aufarbeitung. Der Amtswehrführer dementiert Berichte, nach denen es Schwierigkeiten mit der Löschwasserversorgung gegeben habe.

Insgesamt 80 Kameraden waren in Altenhof im Einsatz. Dort brannte am Freitag eine Scheune nieder.
Petra Konermann Insgesamt 80 Kameraden waren in Altenhof im Einsatz. Dort brannte am Freitag eine Scheune nieder.

Der Amtswehrführer des Amtes Röbel Müritz, Bodo Burk, dementierte am Samstag Medien-Berichte, dass es während des Brandes am Freitag in Altenhof Probleme mit der Löschwasser-Versorgung gegeben hätte. „Direkt neben der abgebrannten Scheune gibt es einen Löschwasserteich. Der war wegen des Regens der vergangenen Wochen gut gefüllt, sodass wir dieses Wasser nutzen konnten. Zudem ist der Teich durch den Gemeindearbeiter, der zudem Feuerwehrmitglied ist, gut gepflegt. Daher gab es keine Probleme bei der Wasserentnahme”, betonte Burk.

Es sei zwar richtig, dass eine zusätzliche Schlauchleitung zu einem Altenhofer Agrarbetrieb gelegt worden war. Dies aber habe lediglich der Vorsorge gedient, falls das Löschwasser aus dem Teich nicht ausreichen würde oder durch Verschlammung nicht hätte abgepumpt werden können, machte Bodo Burk deutlich.

+++ Strohmieten, Ställe, Scheunen, Silos, Strohpressen, Getreidefelder: Derzeit muss die Feuerwehr zu zahlreichen Bränden in der Landwirtschaft ausrücken. +++

Anwohner versorgten Feuerwehrleute

Er lobte zudem die gute Zusammenarbeit zwischen den Wehren. „Das hat alles wunderbar geklappt. Ich möchte mich daher bei allen Kameraden bedanken, die mit bei diesem langen, kräftezehrenden Einsatz waren”, so Burk. Neben den Wehren aus Altenhof, Stuer, Fincken, Leizen/Minzow, Rogeez, Bütow und Röbel kam auch die Feuerwehr-Führungsgruppe des Amtes Röbel Müritz zum Einsatz. „Wir üben für solche Einsätze natürlich, aber erst, wenn es ernst wird, zeigt sich das Ergebnis. Und das war in Altenhof einwandfrei”, so Burk, der selbst mit im Einsatz vor Ort war.

Der Amtswehrführer verteilte außerdem Lob an die Einwohner von Altenhof: Sie hatten nicht lange gezögert und noch mitten in der Nacht zwischen 2 und 4 Uhr die Versorgung der rund 80 Kameraden an die Hand genommen. „Sie brachten uns Brot, Brötchen, geschmierte Stullen, Wurst, Kaffee, Tee, Wasser. Das war toll und ist keinesfalls selbstverständlich”, sagte Burk. Die Altenhofer hatten so die Zeit überbrückt, bis die Versorgung der Kameraden über das Amt angelaufen war.