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Synagoge in Stavenhagen ist jetzt ein Kulturzentrum

Die jüdische Synagoge in Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) ist ab Sonntag ein Kulturzentrum.
Die jüdische Synagoge in Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) ist ab Sonntag ein Kulturzentrum.
Bernd Wüstneck / dpa

In Stavenhagen ist eine weitere Synagoge vor dem Verfall bewahrt worden. Hier sollen nun Konzerte, Vorträge und viele andere Veranstaltungen stattfinden.

Schon seit 30 Jahren war die Synagoge in Stavenhagen, die in der Pogromnacht 1938 angezündet, aber dann von einem Nachbarn gerettet worden war, nicht mehr genutzt worden und dem Verfall überlassen. „Heute können wir wohl nicht ganz unstolz sein, was daraus jetzt geworden ist“, sagte Klaus Salewski am Sonntag zur Eröffnung der sanierten Synagoge. Er führt den Verein, der sich seit seiner Gründung vor sechs Jahren für den Wiederaufbau des Hauses engagiert - es sei mittlerweile die vierte restaurierte Synagoge in Mecklenburg-Vorpommern, erklärte Salewski.

Vor allem mit Spendengeldern sei der Wiederaufbau geschafft worden - zusammen mit einem anliegenden Büro- und Veranstaltungshaus war das 1821 errichtete Gebäude für 750.000 Euro saniert worden.

Landesrabbiner William Wolff

Eine Synagoge sei viel mehr als ein Ort für Gebete, machte Landesrabbiner William Wolff in seinem Grußwort deutlich. Das ursprünglich griechische Wort bedeute Treffpunkt oder Veranstaltungsort. Und so wie einst im 19. Jahrhundert, als Stavenhagen noch eine der größten jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Strelitz hatte, sollen nun in dem Haus auch wieder Konzerte, Vorträge und viele andere Veranstaltungen stattfinden.

Dieser Artikel wurde am Sonntag, den 16. Juli um 16.35 Uhr aktualisiert.