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Von der Leyen wünscht sich Präsident Obama zurück

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat am Freitag bei einem Besuch in Mecklenburg-Vorpommern Nerven gezeigt: Sie wünsche sich Donald Trumps Amtsvorgänger Obama zurück, verriet sie in Rostock.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) beuschte am Freitagmorgen den Fliegerhorst Laage bei Rostock und setzte sich dabei zur Verblüffung der Gastgeber selbst ins Cockpit eines Eurofighters.
Stefan Sauer Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) beuschte am Freitagmorgen den Fliegerhorst Laage bei Rostock und setzte sich dabei zur Verblüffung der Gastgeber selbst ins Cockpit eines Eurofighters.

Die Lage ist schwieriger geworden in der Weltpolitik – maßgeblichen Anteil daran hat US-Präsident Donald Trump, der zuletzt in dieser Woche die Welt mit Drohungen gegenüber Nordkorea verunsicherte. Dass Trumps Verhalten auch in der deutschen Politik für Unruhe sorgt, ließ am Freitag Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) durchblicken. Bei einer Veranstaltung der „Ostsee-Zeitung” in Rostock sagte sie: „Ich wünsche mir einen Präsidenten Obama zurück.” Vor diesem habe sie weiter große Hochachtung. Er habe Erhebliches geleistet. Gerade im Lichte der jetzigen Präsidentschaft wünsche sie ihn sich zurück.

Bei Donald Trump wisse man nie, was Impuls und was Strategie sei: „Und diese Widersprüchlichkeit, dieses Wankelmütige, (...) mal ist alles gut, mal ist alles schlecht, das ist es ja, was die Unberechenbarkeit des Weißen Hauses macht.” Es sei allerdings zu beobachten, dass die US-Administration mit Außenminister Rex Tillerson oder Verteidigungsminister James Mattis alles tue und dagegen steuere, um mäßigend und berechenbar zu wirken.

Von der Leyen hatte am Vormittag zunächst den Fliegerhorst in Laage bei Rostock besucht. Dort begleitete sie der CDU-Abgeordnete Eckhardt Rehberg, der dort seinen Wahlkreis hat. Rehberg, der zugleich haushaltspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, bekräftigte den Plan, den Wehretat im nächsten Bundeshaushalt um zehn Milliarden Euro aufzustocken und bis Mitte der zwanziger Jahre 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Bundeswehr auszugeben. Derzeit sind es 1,26 Prozent.

Kommentare (1)

dann ist regieren viel leichter wenn man einen politischen Vorbeter hat und der Mainstream tut sein übriges