:

Hanse Sail-Gäste trotzen Wetter bei Ausfahrten

Hochbetrieb an der Warnow-Mündung: Zur Hanse Sail in Rostock haben bei Ausfahrten mit Segel- und Motorschiffen erneut viele Landratten Seeluft geschnuppert. Doch es gab auch Probleme.

Traditionssegler und Museumsschiffe kommen von der Geschwaderfahrt der Hanse Sail auf der Ostsee vor Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) zurück.
Bernd Wüstneck / dpa Traditionssegler und Museumsschiffe kommen von der Geschwaderfahrt der Hanse Sail auf der Ostsee vor Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) zurück.

Tausende Besucher haben bei der Hanse Sail in Rostock die Möglichkeit zu einem Schiffsausflug auf die Ostsee genutzt. Sie heuerten auf einem der zahlreichen Traditionssegler, Kutter oder Dampfschiffe an, die schon am Samstagvormittag die Hafenausfahrt in Warnemünde zu mehrstündigen Törns passierten.

Trotz des am Morgen erneut regnerischen Wetters und unruhiger See seien auf den Ausflugsschiffen kaum Plätze frei geblieben. Etwa 180 der knapp 200 an der Hanse Sail teilnehmenden Schiffe standen nach Angaben der Veranstalter für Gäste-Ausfahrten zur Verfügung.

Sonne am Nachmittag

Die Mehrzahl der Passagiere habe lange im Voraus gebucht und zum Teil lange Anfahrtswege zu dem maritimen Volksfest an der Ostsee hinter sich. „Da lässt man sich von ein paar Tropfen nicht abschrecken”, sagte eine Sail-Sprecherin. Die Ausflügler wurden belohnt: Am Nachmittag riss die Wolkendecke auf und ließ zeitweilig auch Sonnenstrahlen durch.

Die Geschwaderausfahrten gehören zu den Höhepunkten der Hanse Sail, die jedes Jahr rund eine Million Besucher zählt. Insgesamt bis zu 30.000 Menschen können an den Ausfahrten auf die Ostsee teilnehmen, mit deren Einnahmen die Schiffseigner einen Teil ihrer Unkosten decken.

Großsegler bieten auch Bordbesuche im Hafen. In Warnemünde haben in diesem Jahr unter anderem die „Dar Mlodziezy” aus Polen und die „Cisne Branco” aus Brasilien sowie die russischen Segelschiffe „Sedov”, „Krusenstern” und „Mir” festgemacht.

Zehn Menschen verletzt

Zehn Menschen wurden bei einem Zusammenstoß zweier Schiffe verletzt. Wie die Polizei mitteilte, waren der Traditions-Eisbrecher „Stettin” und eine finnische Frachtfähre kollidiert. Dabei wurde der Rumpf des Eisbrechers, der mit knapp 150 Besuchern an Bord auf die Ostsee hinausfahren wollte, knapp oberhalb der Wasserlinie etwa zwei Meter aufgeschlitzt.

Die Polizei korrigierte die Zahl der Passagiere, die meist leichte Verletzungen erlitten, im Laufe des Nachmittags nach oben auf zehn. Drei davon hätten sich wegen Schürfwunden und Handgelenkverletzungen in ärztliche Behandlung begeben. Die Ausflugsgäste verließen die „Stettin” und konnten nach Angaben der Veranstalter zum Teil auf anderen Schiffen die Ausfahrt nachholen.