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Gutachten und Plädoyers in Totschlagsprozess erwartet

Einem 54-jährigen Syrer wird vorgeworfen, seine Frau erstochen zu haben. Vor Gericht gestand er die Tat indirekt. Zudem fiel der Mann durch sein ungewöhnliches Verhalten auf.

Der Angeklagte Mohamad A. (links) soll seine Frau in Bergen erstochen haben.
Stefan Sauer Der Angeklagte Mohamad A. (links) soll seine Frau in Bergen erstochen haben.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 41-jährigen Syrerin werden am Montag (09.00 Uhr) das psychiatrische Gutachten und die Plädoyers erwartet. Der 54 Jahre alte, ebenfalls aus Syrien stammende Angeklagte soll seine Frau im November 2016 in Bergen auf der Insel Rügen erstochen haben.

Der Mann war im Verfahren durch sein ungewöhnliches Verhalten aufgefallen. Beim Anblick eines Fotos seiner toten Frau hatte er sich mehrfach ins Gesicht und dann seinen Kopf auf den Tisch geschlagen, sodass er eine Platzwunde erlitt. Zu Prozessbeginn hatte der Mann im Falle einer Verurteilung ein „gutes Urteil” – die Todesstrafe – vom Gericht verlangt. Der Mann hatte am ersten Prozesstag die Tat indirekt eingeräumt.