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AfD-Vize Gauland plädiert für "Deutschland zuerst"

Alexander Gauland (AfD), Spitzenkandidat seiner Partei zur Bundestagswahl, bei der Kundgebung in Schwerin.
Alexander Gauland (AfD), Spitzenkandidat seiner Partei zur Bundestagswahl, bei der Kundgebung in Schwerin.
Markus Scholz

Knapp 200 Menschen sind vor das Schweriner Schloss gekommen, um beim offiziellen Wahlkampfauftakt der AfD in Mecklenburg-Vorpommern dabei zu sein. Es ging um Linksextremismus, Flüchtlingspolitik und weitere Themen.

Der AfD-Vize Alexander Gauland hat auf einer Wahlkampfkundgebung in Schwerin „Schutz vor fremdem Gesindel und Schutz vor einheimischem Gesindel” gefordert. Der Spitzenkandidat der AfD plädierte am Samstag bei der offiziellen Eröffnung des Bundestagswahlkampfes in Mecklenburg-Vorpommern für den Grundsatz „Deutschland zuerst”. Zu der Kundgebung waren knapp 200 Menschen gekommen. Die AfD will im September als drittstärkste Kraft in den Bundestag einziehen. Sie rechnet mit einem Ergebnis von mehr als 10 Prozent der Stimmen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sagte.

„Wir wollen, dass die Grenzen geschlossen werden”, erklärte Gauland. „Wir wollen, dass nur reinkommt, wer ein Recht hat, hier zu leben und wer unsere Wertvorstellungen teilt.” Die Flüchtlingskrise sei nicht bewältigt, sie finde nur nicht mehr in Fernsehbildern statt.

Zudem kritisierte er eine „Akzeptanz des linken Terrors” in der Politik wie zu Zeiten des RAF-Terrorismus. Das sei die Ursache für Katastrophen wie beim G20-Gipfel in Hamburg, als 20 000 Polizisten nicht gereicht hätten, um ein Stadtviertel zu schützen.

Holm holte zu einer Generalabrechnung mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus, der er in ihrem Wahlkreis Vorpommern-Rügen und Greifswald das Direktmandat streitig machen will. „Wir wollen Frau Merkel nach Hause in die Uckermark schicken”, sagte er. Bei der Landtagswahl im Herbst 2016 war die AfD im Nordosten mit 20,8 Prozent knapp vor der CDU gelandet. Holm warf Merkel vor, die Grenzen für eine völlig ungesteuerte Zuwanderung geöffnet zu haben. Das sei hochgradig verantwortungslos. Vor dem G20-Gipfel seien die Grenzen zwei Monate lang durch Kontrollen gesichert worden. Holm schlussfolgerte, die Regierungschefs würden geschützt, die Normalbürger nicht.

Kommentare (3)

Der eine will die Grenzen schließen und der andere Frau Merkel zurück in ihre uckermärkische Heimat schicken. Wie originell. Herr Holm ist genauso wenig Nordvorpommer wie die Kanzlerin. Aber das spielt wohl keine Rolle, wenn man mit den Instinkten der Menschen Politik macht.

leider ist die Partei zu jung, zu lasch und zu zerstritten, aber die Richtung stimmt - für ein Block freies unabhängiges friedliches und äußerst fortschrittliches national demokratisches Deutschland - wir haben selbige Rechte wie alle führenden Industriestaaten dieser Weltgemeinschaft, denn es sind Nationalstaaten sonst wären sie nicht da wo sie heute stehen

bleibt dieses Jahr von inhaltsgleichen AfD- und NPD-Prospekten verschont. Mir fällt da ein ganz besonderes Recht ein, von dem unsere mausausrutschenden Kameraden viel zu selten Gebrauch machen. Zum Nationalstaaten-Kram ... https://www.freitag.de/autoren/klute/nationalstaat-souveraenitaet-menschenrechte .... den Kommentarstrang dazu finde ich auch sehr lesenswert :).