Unsere Themenseiten

:

Hunde sind doch klüger als Katzen

Hund oder Katze, wer ist intelligenter? Eine nicht ganz ernst gemeinte Bildergalerie.
Hund oder Katze, wer ist intelligenter? Eine nicht ganz ernst gemeinte Bildergalerie.
Karl-Josef Hildenbrand

Eine neue Studie will belegt haben, dass Hunde doch intelligenter als Katzen sind. Allerdings stinken beide Haustiere im Vergleich zu einem Tier ab, welches bisher eher als Plagegeist wahrgenommen wurde.

Eine Forschergruppe aus Brasilien, Dänemark, Südafrika und den USA hat sich mit einer der drängengsten Fragen unserer Zeit beschäftigt: Wer ist klüger, Hunde oder Katzen?

Die Antwort auf diese Frage teilt die zivilisierte Welt seit jeher in zwei Lager. Während Hundefreude gern mit Stolz auf die engagierte Zielstrebigkeit ihrer Lieblinge beim Lösen gestellter Aufgaben blicken, lächeln Katzenfans dies beiseite. Katzen wären die Intelligenztests viel zu banal, um überhaupt damit anzufangen, sagen sie.

Mehr Nervenzellen

Das Forscherteam geht solchen Argumenten aus dem Weg und verzichtete vollständig auf praktische Experimente oder Tests. Stattdessen zählten sie fleißig Neuronen von acht verschiedenen Fleischfressern* und setzten diese ins Verhältnis zur Größe ihrer Gehirne.

Dabei kam heraus, dass Hunde mehr als doppelt so viele Neuronen (530 Millionen) als Katzen (250 Millionen) besitzen. Damit seien sie besser dazu in der Lage, komplexere und flexiblere Dinge zu tun als Katzen. Die Studie wurde im Fachjournal „Frontiers in Neuroanatomy” veröffentlicht.

Dagegen sind Braunbären krachend durch den Neuronen-Test gefallen: Ihr Hirn ist zehnmal größer, als das von Katzen. Darin tummeln sich aber genausoviele Nervenzellen wie beim Stubentiger. Der Sieger der Studie kann darüber nur lachen. Denn Waschbärengehirne sind in etwa so groß wie die von Katzen, haben aber doppelt so viele Neuronen.

Auch in unserer Bildergalerie (s. oben) gehen wir der Sache auf den Grund.

Welche Kompetenzen sind wichtiger?

Wir Menschen haben im Schnitt übrigens 16 Milliarden Neuronen – wobei sich diese ganz unterschiedlich auf die Intelligenz der jeweiligen Individuen auswirken können. An der praktischen Anwendung krankt auch die vorgestellte Studie.

Zwar gilt das Zählen der Gehirnzellen laut businessinsider.de als allgemein valide, um die Gehirnleistung von Lebewese zu bewerten. Allerdings bleibt es schwer, Intelligenz zu messen. So ließen andere Studien bisher darauf schließen, dass Katzen besser darin sind, Kausalitäten zu erkennen, Hunde dafür höhere soziale Kompetenzen vorweisen können. Es kommt also auch auf die Gewichtung der unterschiedlichen Kompetenzen an, wenn man die Intelligenz-Frage beantworten möchte. Das ist beim Menschen nicht anders.

Noch ein kleiner Trost für Katzenfreunde: Katzen können bis vier zählen, Hunde schaffen das nicht.

 

*In der Studie wurden die Neuronenzahlen von Frettchen, Waschbären, Katzen, Hunden, Hyänen, Mangusten, Löwen und Braunbären verglichen.