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Frühes Aufstehen auf Mauritius wird belohnt

Teresa Böttcher (28) und Alexander Stechel (27) aus Rostock
Teresa Böttcher (28) und Alexander Stechel (27) aus Rostock
privat

Bei einem Frage-Antwort-Spiel an einem Traumstrand im Indischen Ozean kann so einiges passieren. Sogar das ganze Leben kann sich verändern. Blöde dicke Wolken sind dabei übrigens überhaupt nicht störend.

Wir haben uns im Oktober 2012 in Neubrandenburg kennengelernt. Zu dieser Zeit waren wir Studenten, Alex in Rostock und Teresa in Neubrandenburg. An der Hochschule Neubrandenburg begann das neue Semester, an der Uni Rostock waren noch Semesterferien, so kam es, dass wir uns bei Freunden zum „Vorglühen“ im Studentenwohnheim NB trafen. Nach einem lustigen Abend wollten wir uns schnell wiedersehen.

In Folge einiger Treffen stand für uns fest: ab jetzt wollen wir unsere Zukunft gemeinsam verbringen. Die Anfangszeit war wie bei allen frisch Verliebten eine magische Zeit, wir versuchten uns so oft wie möglich zu sehen, dennoch wurde die rosa-rote Zeit durch die schwere Krankheit von Teresas Papa getrübt. Eine schwierige und traurige Zeit, die wir trotz bzw. gerade wegen unserer jungen Liebe zusammen überstanden.

Im September 2013 zogen wir zusammen. Seitdem ist Rostock unser Zuhause. Oft und gerne besuchen wir aber auch unsere Heimatdörfer Schwichtenberg und Törpin. Und auch unsere Hochzeit soll Anfang Juni an der Mecklenburgischen Seenplatte in Stavenhagen stattfinden.

Irgendwann ist man in einer Beziehung an dem Punkt, an dem man über Hochzeit und das weitere Leben spricht. Schon vor zwei Jahren begannen diese Gespräche bei uns. Doch lange ließ der ersehnte Heiratsantrag auf sich warten. Im Sommer 2016 flogen wir dann nach Mauritius. Endlich Urlaub, lange hatten wir darauf gespart. Eine traumhafte Insel, wir sahen vieles und ließen es uns gut gehen.

Da wir auf der Ostseite der Insel untergebracht waren, konnte man abends aber leider nie den Sonnenuntergang sehen. Alex hatte dann die Idee, sich einfach den Sonnenaufgang anzugucken. Drei Tage vor Urlaubsende klingelte der Wecker um fünf (!) Uhr morgens, es sollte bald hell werden. An diesem Morgen waren wir aber noch viel zu müde und blieben liegen. Abends drängelte Alex dann, dass wir unbedingt am nächsten Morgen den Sonnenaufgang sehen müssten, also stellten wir wieder den Wecker.

An jenem Morgen (4. September 2016) standen wir dann aber auf. Es war windig, denn schließlich war Winter auf Mauritius. Wir setzten uns mit einer Decke an den Strand und warteten und warteten und warteten. Genau an der Stelle, an der die Sonne aufgehen sollte, war eine blöde riesige dicke Wolke. Mittlerweile saßen wir schon fast zwei Stunden am Strand.

Irgendwann, um die Wartezeit zu verkürzen, fragte Alex, ob wir ein Frage-Antwort-Spiel spielen wollten. Ich stimmte zu. Mit dem Blick auf die endlich aufgehende Sonne war dann die erste Frage dieses Spieles, ob ich ihn heiraten möchte. Völlig überrascht stimmte ich zu. Wir küssten uns und erst dann sah ich das Schmuckkästchen mit dem wunderschönen Ring. Alex erleichtert und ich überglücklich, so verbrachten wir den letzten Tag in unserem Urlaub.

Seit diesem Tag laufen die Vorbereitungen für unsere Hochzeit!