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Antrag nach nur einem halben Jahr

Die erste Begegnung der beiden war eher „zum Abgewöhnen”. Doch dann kam alles ganz anders – und vor allem ganz schnell. Und er zeigte ihr, wozu ein Pferdestall so alles gut sein kann.

Mandy Möller (22) aus Neubrandenburg und Martin Kutzner (31) aus Berlin
privat Mandy Möller (22) aus Neubrandenburg und Martin Kutzner (31) aus Berlin

Wir heißen Mandy (22 Jahre) und Martin (31 Jahre) und haben und auf verrückte Weise kennengelernt und verliebt.

Durch meine beste Freundin (und Trauzeugin) Vanessa habe ich meinen Verlobten das erste Mal gesehen. Er war bereits eine Woche am See angeln und wir haben ihm Zigaretten gebracht. Da sah ich den völlig zugewachsenen und ungepflegten Mann nun und dachte „Oh Gott, ganz sicher nicht!“.

Wir blieben eine Stunde und dank warmem Jim Beam war er dann so betrunken, dass er sogar von seinem Stuhl rutschte und kaum was bemerkte. Ich hatte noch mein Bier auf seinen Stuhl verschüttet (was er komischer Weise doch noch merkte) und wurde richtig angemeckert. Super erstes Treffen!

Zwei Tage später holte er mich von zuhause (ich lebte noch bei meinen Eltern in Rogeez) ab, um sich zu entschuldigen und wir fuhren zum Kogler See. Diesmal sah er unheimlich gepflegt aus und wirkte schon sehr viel anders.

Wir haben uns den Sonnenuntergang angesehen und er schenkte mir seine „Hundemarke”. Er ist Soldat und war in Köln stationiert. Martin war sich sehr schnell sicher, dass ich die Richtige bin.

Danach musste er wieder nach Köln zur Bundeswehr und wir waren eine ganze Weile voneinander getrennt. Am 31. August 2014 machten wir unser Zusammensein dann offiziell. Trotz der Fernbeziehung machte mir Martin schon am 31. Januar 2015 einen Heiratsantrag.

Ein halbes Jahr zusammen und schon verlobt, das hat uns keiner geglaubt. Martin war schon ein ganzes Stück älter und somit auch reifer, hatte sein Leben schon aufgebaut und wusste, was er wollte.

Am Nachmittag des 31. Januar brachte Martin mich zu meinem Vater und dort verbrachten wir ein wenig Zeit. Dann wurde ich auf dem Pferd meines Vaters in den Stall geführt und mir wurden die Augen verbunden. Im Stall standen viele Kerzen und an den Wänden hingen große Laken mit Sprüchen. Er wusste, dass er mich eines Tages heiraten würde und nie mehr ohne mich sein will. Dann ging er auf die Knie und überreichte mir einen Ring, den er kurz zuvor aus Kaugummi-Papier zusammengebastelt hatte. Ich sagte natürlich „Ja“ und dann gingen wir noch ins Restaurant.

Keiner hatte geglaubt, dass ein „so alter Mann” und eine „so junge Frau” tatsächlich schon so früh sicher waren. Aber so war es. Martin und ich werden uns am 4. August 2017 das Ja-Wort im Rosendomizil in Malchow geben und damit zeigen, dass das Alter einfach nichts gegen die Liebe machen kann!