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Wann sich der Versicherungswechsel lohnt

Versicherte bekommen heute bei einigen Versicherungen einen besseren Schutz – ein Neuabschluss könnte sich daher lohnen.
Versicherte bekommen heute bei einigen Versicherungen einen besseren Schutz – ein Neuabschluss könnte sich daher lohnen.
Christin Klose

Egal, ob Haftpflicht, Zahnzusatz oder Unfall – Versicherungen hat fast jeder. Doch nicht jeder braucht jede Versicherung. Wer regelmäßig seine Policen checkt, kann nicht nur sparen.

Papierkram ist lästig. Aber er kann sich manchmal lohnen. Bei den Versicherungsverträgen ist es durchaus sinnvoll, in regelmäßigen Abständen aufzuräumen. „Versicherungen einmal abzuschließen und dann im Ordner verstauben zu lassen, ist nicht gut”, sagt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Ein Grund: Im Laufe der Zeit passen die Unternehmen ihre Bedingungen immer wieder an neue Gegebenheiten an.

Aber müssen sich Verbraucher jedes Jahr eine neue Versicherung suchen? „In den meisten Fällen reicht es, wenn sie alle paar Jahre ihre Verträge kritisch überprüfen”, beruhigt Weidenbach. „Das kann Ihnen aber auch das gute Gefühl geben: „Ich habe alles im Griff.” Spätestens aber, wenn sich etwas an den Lebensumständen ändert, lohnt sich ein Blick. „Paare, die zusammenziehen, können einige ihrer Policen zusammenlegen”, sagt Meunier. Und werden Kinder geboren, sollten bestehende Policen auch sie einschließen.

Doch welche Versicherungen braucht man überhaupt?

Haftpflicht:

Neben Pflichtversicherungen wie der Krankenversicherung sollte jeder Verbraucher eine Private Haftpflichtversicherung haben, raten die Experten. Wer anderen einen Schaden zufügt, etwa bei einem verschuldeten Unfall, kann ohne Haftpflicht in existenzielle Not geraten.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Versicherung ist aus Sicht der Experten grundlegend. „Sie deckt das finanzielle Risiko eines Einnahmeausfalls ab, wenn Sie wegen einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können”, erklärt Weidenbach. Aber Vorerkrankungen oder ein risikoreicher Beruf sind oft ein K.-o.-Kriterium.

Lebensversicherung:

Wichtig ist eine Risikolebensversicherung – zumindest für Paare mit Kindern. Dadurch wird die Familie finanziell abgesichert, sollte ein Elternteil unerwartet sterben. Etwa 600 Euro Jahresbeitrag kostet der Schutz laut Stiftung Warentest für eine Versicherungssumme von 250 000 Euro.

Auslandsreisekrankenversicherung: Für alle, die es immer wieder in die Ferne zieht, lohnt sich eine Auslandsreisekrankenversicherung. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Rücktransport in der Regel nicht. Versichert sind meist Reisen bis zu sechs Wochen. Für längere Reisen gibt es spezielle Policen.