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Sicherheitslücken bei 31 Apps fürs Online-Banking entdeckt

Das Überweisen mittels einer Online-Banking App ist bequem. Aber ist es auch sicher?
Das Überweisen mittels einer Online-Banking App ist bequem. Aber ist es auch sicher?
Lino Mirgeler

Laut eines Medienberichtes weisen zahlreiche Apps fürs Online-Banking Schwachstellen auf, die von Hackern ausgenutzt werden können. Diese Banken sind von den Sicherheitslücken betroffen.

Nach einem Bericht über eine potenzielle Sicherheitslücke bei mehr als zwei Dutzend Banking-Apps sollen mehrere Anwendungen in Kürze aktualisiert werden. Das kündigte der Verband Deutsche Kreditwirtschaft am Freitag an. IT-Sicherheitsforscher hatten der „Süddeutschen Zeitung” demonstriert, dass sie Sicherheitsmaßnahmen aushebeln konnten.

Damit könnten Angreifer Geld von Bankkunden auf eigene Konten umleiten, hieß es. Unklar blieb unter anderem, wie genau die Hacker dafür ein Smartphone manipulieren und über welches Wissen über den Kunden sie dafür verfügen müssten.

Diese Banken sind betroffen:

Von der Sicherheitslücke betroffen seien unter anderem die Commerzbank, Stadtsparkassen, die Comdirect und die Fidor Bank.

Die Deutsche Kreditwirtschaft erklärte, man halte „die Sicherheit der von den Banken und Sparkassen angebotenen Banking-Apps weiterhin für gewährleistet”. Der Verband und die Anbieter der Apps stünden mit den Forschern aber in direktem Dialog, um die Schwachstellen besser einschätzen und Abhilfe einleiten zu können. „Eine Reihe von Banking-Apps wird daher bereits in den nächsten Tagen in neuen Versionen bereitgestellt.” Bisher seien aber noch keine Angriffe und Schadensfälle in der Praxis bekanntgeworden.

TAN- und Banking-App auf einem Gerät

Nach Angaben der Forscher von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen sind von der Schwachstelle 31 Online-Banking-Apps betroffen. Eine Voraussetzung sei, dass die Kunden die Banking-App und eine Anwendung, die TAN-Codes für einzelne Transaktionen bereitstellt, auf ein und dem selben Gerät verwenden.

Die TAN-App scheint die Schwachstelle zu sein, man könne Sicherheitsmechnismen abschalten, hieß es. Die Forscher platzierten für den Hack auf dem Gerät „eine bereits bekannte Sicherheitslücke”, mit der man die Kontrolle über Apps übernehmen.

Es blieb offen, ob man dafür physischen Zugriff auf das Gerät braucht und welche Smartphone-Betriebssysteme betroffen sind. Details sollen Ende Dezember auf dem diesjährigen Chaos Communication Congress präsentiert werden.