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Uber verschwieg Diebstahl der Daten von Millionen Kunden

Die Angreifer sollen sich Zugriff auf Daten von etwa sieben Millionen Uber-Fahrern verschafft haben.
Die Angreifer sollen sich Zugriff auf Daten von etwa sieben Millionen Uber-Fahrern verschafft haben.
Britta Pedersen

Weltweit sind etliche Kunden und Uber-Fahrer von einem massiven Hackerangriff auf den Fahrdienst-Vermittler Uber betroffen. Das Unternehmen zahlte den Erpressern sogar eine beträchtliche Summe.

Uber sind bereits vor gut einem Jahr Daten von rund 50 Millionen Fahrgästen gestohlen worden. Der Fahrdienst-Vermittler informierte die Öffentlichkeit aber erst am Dienstag über den Vorfall. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzern rund um die Welt, erklärte Uber dem Finanzdienst Bloomberg.

Außerdem hätten sich die Angreifer auch Zugriff auf Daten von etwa sieben Millionen Uber-Fahrern verschafft. Es seien aber keine Kreditkarten-Daten oder Informationen zu Fahrten gestohlen worden, betonte die Firma.

Hunderttausend Dollar für Vernichtung der gestohlenen Daten

Uber räumte nun ein, dass über die Attacke weder Behörden noch Betroffene informiert worden seien. Stattdessen seien den Hackern 100.000 Dollar (rund 85.000 Euro) bezahlt worden, damit sie die gestohlenen Daten vernichten. Uber gehe davon aus, dass die Informationen nicht verwendet worden seien, hieß es. Die Hacker seien durch eine schlecht geschützte Datenbank an die Daten gekommen. Der Uber-Sicherheitschef Joe Sullivan wurde diese Woche entlassen, wie Uber weiter mitteilte.

Die Vertuschung wirft einen weiteren Schatten auf die Führungszeit des langjährigen Uber-Chefs Travis Kalanick, die von vielen Skandalen um den aggressiv auftretenden Fahrdienst-Vermittler geprägt war. Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi erklärte am Dienstag: „Nichts davon hätte passieren dürfen und wir werden nicht nach Ausreden dafür suchen.” Uber ändere die Art, wie es sein Geschäft führe.