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Woidkes Popularität gesunken - kaum Zustimmung für Neuwahl

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht sich größerer Ablehnung ausgesetzt.
Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht sich größerer Ablehnung ausgesetzt.
Ralf Hirschberger/Archiv

Mehr als die Hälfte aller Brandenburger ist mit der Arbeit von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unzufrieden. Auch seine Partei verliert deutlich in der Wählergunst.

Der Stopp der umstrittenen Kreisreform in Brandenburg hat der SPD in der Wählergunst keine Punkte gebracht. Bei einer vorgezogenen Landtagswahl kämen die Sozialdemokraten nach einer Umfrage von Infratest dimap auf 23 Prozent der Wählerstimmen, wie der RBB am Dienstag mitteilte. Sie würde sich mit der oppositionellen CDU (22 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Bei einer Umfrage im Januar kam die SPD auf 30 Prozent, bei der Landtagswahl im September 2014 auf noch 31,9 Prozent.

Die AfD wäre mit 20 Prozent drittstärkste Kraft im Parlament. Die Linke käme auf 17 Prozent der Stimmen. Jeder zweite Brandenburger ist laut Infratest unzufrieden mit der rot-roten Landesregierung. Vor allem AfD-Anhänger (88 Prozent) und FDP-Anhänger (56 Prozent) äußern sich kritisch. Die Regierung aus SPD und Linken kann bereits seit geraumer Zeit nicht mehr mit einer eigenen Mehrheit rechnen.

Von CDU geforderte Neuwahlen stoßen nicht auf Interesse

Die Popularität des SPD-Ministerpräsidenten Dietmar Woidke ist gesunken. 54 Prozent der Brandenburger sind mit ihm zufrieden. Vor der Landtagswahl 2014 waren noch 70 Prozent mit seiner Amtsführung zufrieden.

Aber auch CDU-Oppositionsführer Ingo Senftleben hat keinen leichten Stand. Laut der Umfrage sind 19 Prozent der Befragten mit ihm zufrieden, fast zwei Drittel der Brandenburger kennt ihn nicht oder kann ihn nicht beurteilen. Auch die von der CDU geforderten Neuwahlen stoßen nicht auf Interesse. Das Scheitern der Kreisreform ist für 80 Prozent der Befragten kein Grund für vorgezogene Landtagswahlen. Nur 15 Prozent sprechen sich für Neuwahlen aus.