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Waldsiedlung Wandlitz bekommt Denkmalschutzstatus

Fast drei Jahrzehnte nach der Wende wird die SED-Privatwelt in Wandlitz doch unter Schutz gestellt. 1990 wurde dies noch strikt abgelehnt.

Die DDR-Führung wohnte abgeschirmt von ihrem Volk in der Waldsiedlung Wandlitz in der Nähe von Berlin.
Bernd Settnik Die DDR-Führung wohnte abgeschirmt von ihrem Volk in der Waldsiedlung Wandlitz in der Nähe von Berlin.

Die einst abgeschottete Privatsiedlung der SED-Führung bei Wandlitz nördlich von Berlin wird unter Denkmalschutz gestellt. Am Freitag will Landeskonservator Thomas Drachenberg das konkrete Vorhaben an historischer Stätte erörtern.

Zentrale Orte hierbei sollen das ehemalige Wohnhaus von Walter Ulbricht mit Bibliothek, der Kursaal, das Gartenensemble und das gusseiserne Eingangstor sein, wie es vorab aus dem Brandenburger Kulturministerium hieß.

Auf dem Areal, das geografisch zur Stadt Bernau gehört, betreibt Karl-Josef Michels seit 1990 eine Rehaklinik sowie Seniorenresidenzen mit 900 Bewohnern. Der frühere Siedlungscharakter sei zwar verschwunden, Zäune seien abgebaut, Häuser renoviert worden.

Jedoch sei ein Leitsystem für Besucher mit Aufstellern und QR-Codes vor wichtigen Gebäuden der einstigen SED-Waldsiedlung installiert worden. Damit werde die Geschichte nachvollziehbar, hieß es.