Unsere Themenseiten

Transsexualität in der Bundeswehr

:

Transsexuelle Kommandeurin tritt Dienst in Storkow an

Oberstleutnant Anastasia Biefang und ihr Vorgänger Oberstleutnant Thorsten Niemann (links), Standortältester der Kurmark Kaserne und Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons in Stokow
Oberstleutnant Anastasia Biefang und ihr Vorgänger Oberstleutnant Thorsten Niemann (links), Standortältester der Kurmark Kaserne und Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons in Stokow
Patrick Pleul

Dem brandenburgischen Bundeswehr-Standort Storkow steht erstmals eine Kommandeurin vor. Karriere bei der Bundeswehr hat Oberstleutnant Anastasia Biefang zunächst als Mann gemacht.

Oberstleutnant Anastasia Biefang versteckt sich nicht. Bei einer Körpergröße von 1,87 Metern würde ihr das auch nicht gelingen. Nach Jahren als Referentin im Bundesverteidigungsministerium wird sie neue Kommandeurin des Bundeswehr-Informationstechnikbataillons 381 in Storkow (Oder-Spree) – und damit verantwortlich für 750 Soldaten.

Sie hat ihre Karriere bei der Bundeswehr vor 23 Jahren begonnen – damals noch als Sohn eines lang gedienten Soldaten, sagt die gebürtige Krefelderin. Ein weltweit bekannter EX-Soldat aus den USA entschied sich während seiner Inhaftierung ebenfalls als Frau weiter leben zu wollen.

Grundwehrdienst, Offizierslehrgang, Pädagogikstudium und eine Generalstabsausbildung sind die Eckpunkte Biefangs militärischer Laufbahn. Dabei hat sie sich immer mehr als Frau gefühlt denn als Mann, berichtet die Kommandeurin. In ihrer Rolle als Ehemann und Soldat habe sie jahrelang das Weibliche unterdrückt, obwohl es ihr damit zunehmend auch körperlich schlecht ging.

Fünf Prozent Frauenanteil bei „Telekom der Bundeswehr”

Vor zwei Jahren erzählte Biefang ihrem Umfeld, was in ihr vorging, obwohl ihr Freunde mit Blick auf die Karriere abgeraten hatten. „Ich war unglücklich, wollte so nicht weiter leben. Das war mir an diesem Punkt wichtiger”, sagt die 43-Jährige. Sie habe nicht erwartet, dass sie von Vorgesetzten sofort als Frau akzeptiert werde, doch die hätten ihr den Weg leicht gemacht, sagt Biefang.

Ihre Offenheit kommt an ihrem neuen Arbeitsplatz an, zu dem die Wahlberlinerin täglich pendelt. Die Storkower Presseoffizierin Fränzi Pietke freut sich über die weibliche Verstärkung. „Wir haben hier einen Frauenanteil von nur fünf Prozent.” Wer vor den teils körperlich anspruchsvollen Aufgaben als Frau nicht zurückschrecke, werde auch von den männlichen Soldaten akzeptiert, sagt Pietkes. Wie diese körperlich anspruchsvollen Aufgaben aussehen, zeigt die Bundeswehr in einem Video von der Spezialhindernisbahn in Lehnin.

 

Für Biefang ist nicht nur ihre Position neu, sondern auch das Themenfeld des Informationstechnikbataillons 381. „Wir sind quasi die Telekom der Bundeswehr”, erklärt der bisherige Kommandeur, Oberstleutnant Thorsten Niemann, der ihr den Staffelstab am 18. Oktober offiziell übergibt. Der größte Teil des Personals bestehe aus IT-Spezialisten, die die mobilen Datenverbindungen bei Einsätzen und Übungen der Bundeswehr im In- und Ausland herstellen.

Kommentare (9)

Ich sehe hier einen Mann mit Abdeckpuder im Gesicht. Wie tief kann diese Armee noch sinken?

Und er hat sich noch zwei Handgranätchen unter sein weichgespültes Feldblüschen gestopft. Tut mir Leid, da kann ich beim besten Willen auch nicht mehr mitgehen. Da hilft auch die hammerharte Hindernisbahn nicht mehr weiter. Lmao

haha ihr seid schon solche 2 Experten, nur weil sich jemand Abdeckpuder ins Gesicht tut, BH trägt und längere Haare hat ist er/sie also grundsätzlich für solch einen Posten ungeeignet bzw. "weichgespült"?! das Gegenteil wird der Fall sein, wer sich in solch einer Männerdomäne zu sowas bekennt und es lebt, muss mehr Mumm haben als viele andere vermeintlich "echte Männer" zusammen. Ich schätze mit solchen Menschen wird man auch im Ernstfall was anfangen können. Wenn ich mir dagegen manche von den großkotzigen Möchtegerntypen ansehe, die sonst noch in dem Laden da "dienen", in der Kaserne haben se vielleicht noch ne große Klappe... die möchte ich dann mal im Kriegseinsatz sehen, haha, da kommt nicht viel bei rum...

und verstehen sind schon zwei unterschiedliche und für manch einen sehr schwierige paar Schuhe. Ich schrieb doch lediglich das sein Feldblüschen weichgespült ist. Was verstehen Sie daran nicht Ulrich? Ich möchte weder unsere neue Generation "Soldaten" noch geschminkte Männer in Frauensachen in irgendeinem Krieg sehen.

Wir hatten einmal vorzeigbare und schlagkräftige Armeen welche Maßstäbe setzten konnten - heute reicht es nicht einmal mehr zur inneren Sicherheit und Grenzsicherung

Weltuntergang, weil eine Transsexuelle Befehlsgewalt in einer Armee hat. Kommt mal in der Gegenwart an.

Du solltest mal besser in der Realität ankommen, statt in Utopien zu schwelgen.

das die Gegenwart und oder Zukunft dieser Armee ist, dann doch lieber die Vergangenheit.

Egal , wer da das sagen hat. Wären da nicht die vielen Frauen, könnte man sagen ,die Bundeswehr ist ein finanziell gut aufgestellter Männerverein. Und ,so konnte man wieder Punkte, vor allem ohne große Mühe und Aufwand, für die Frauenquote in Führungspositionen erhaschen