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Streng geschützt

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Toter Wolf mit Schussverletzungen entdeckt

Ein Wolf in einem Fernrohr (Symbolbild)
Ein Wolf in einem Fernrohr (Symbolbild)
Carsten Rehder

An der brandenburg-sächsischen Grenze wurde offenbar ein Wolf erschossen. Die Tiere stehen noch unter Naturschutz.

Ein toter Wolf ist mit zwei Schussverletzungen an der brandenburgischen Grenze zu Sachsen entdeckt worden. Es wird gegen Unbekannt wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt, wie die Polizei am Montag in Cottbus mitteilte. Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt, vor allem in der Lausitz ist er wieder heimisch.

Das zwei Jahre alte weibliche Tier sei im Raum Lipsa (Oberspreewald-Lausitz) bei Reinigungsarbeiten im Bereich des Flusses Ruhlander Schwarzwasser gefunden worden, hieß es weiter. Ein Revierförster habe die Beamten am Freitag alarmiert. Der Kadaver werde nun weiter untersucht.

Neue Regierung könnte Abschüsse ermöglichen

Es ist nicht das erste Mal, dass Wölfe in der Region angeschossen wurden. Vereinzelt war den toten Tieren in der Vergangenheit sogar der Kopf abgetrennt worden. Oft erwies sich für die Ermittler die Spurenlage als schwierig.

Union und SPD haben sich im neuen Koalitionsvertrag auf ein mögliches Abschießen von sogenannten Problem-Wölfen geeinigt. Dies geht aus dem Koalitionsvertrag hervor, der vergangene Woche beschlossen wurde. Demnach wollen die Parteien „mit den Ländern einen geeigneten Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickeln”.

Zusammen mit Wissenschaftlern sollen „geeignete Kriterien für die letale Entnahme” erarbeitet werden. „Wir wollen, dass Wölfe, die Weidezäune überwunden haben oder für den Menschen gefährlich werden, entnommen werden," heißt es in dem Papier.

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