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Toter Elch auf Autobahn entdeckt

Auf der A12 ist am Dienstagmorgen ein toter Elch gefunden worden.
Auf der A12 ist am Dienstagmorgen ein toter Elch gefunden worden.
Patrick Pleul / dpa

Elche in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg: Immer wieder werden die Tiere gesichtet. Nicht immer gehen die Begegnungen glimpflich aus, wie ein aktueller Fall auf der A12 zeigt.

Ein toter Elch ist auf der Autobahn 12 in Brandenburg geborgen worden. Das Jungtier sei vermutlich angefahren worden, teilte die Autobahnpolizei am Dienstag mit. Kurz vor 7 Uhr hatten sich mehrere Fahrer gemeldet und berichtet, dass der Elch auf dem Standstreifen und auf der rechten Spur nahe der Anschlussstelle Fürstenwalde-West (Oder-Spree) lag. Schussspuren gebe es keine, hieß es weiter.

Seit Jahren werden immer wieder vor allem im Osten, aber auch im Süden Brandenburgs Elche gesichtet. Die Tiere gelten als Besucher beziehungsweise Grenzgänger aus anderen Gebieten, vor allem aus Polen. Hin und wieder kommt es zu Verkehrsunfällen. Bislang geht das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde nicht davon aus, dass es in Brandenburg wieder eine stabile Population von Elchen gibt.

Naturkundemuseum in Potsdam

Der Kadaver wurde nach der Bergung ins Naturkundemuseum in Potsdam gebracht, wie es vom Umweltministerium und dem Museum hieß. Es sei der erste Elche aus Brandenburg, den das Museum erhalten habe. Es sehe aber derzeit danach aus, dass er auch aufgrund von Fellschäden als Gesamt-Schaupräparat ungeeignet sei.

Seit kurzem können in Brandenburg gesichtete Elche auch per Online-Formular den Behörden gemeldet werden. Im laufenden Jahr sind bereits mehrfach Elche in Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern gesichtet worden.

Vermutlich von größerem Fahrzeug angefahren

Das Landeskompetenzzentrum geht davon aus, dass es ein großes Fahrzeug war, das den Elch auf der A12 angefahren haben könnte. Denn ein kleinerer Wagen hätte sicherlich größerer Schäden von einem Aufprall gehabt. Es gebe eine Eigenart bei Elchen, anders als etwa bei Rehen, die vor Verkehr auf Straßen flüchteten: „Elche verharren auf der Fahrbahn”, sagte die Beauftragte des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde, Kornelia Dobiàš.