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Spray-Alarm: Kinderferienlager evakuiert

Eigentlich wollten sie nur Mücken bekämpfen. Am Ende fiel eine 14-Jährige in Ohnmacht, vier weitere Mädchen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Vermutlich haben die Fünf enorme Mengen Mückenspray versprüht.
© Calado - Fotolia.com Vermutlich haben die Fünf enorme Mengen Mückenspray versprüht.

Der großzügige Einsatz von Mückenspray hat am Freitag in Groß Woltersdorf (Prignitz) zur Evakuierung eines Kinderferienlagers geführt. Am Morgen habe ein 14 Jahre altes Mädchen in dem Zeltcamp das Bewusstsein verloren und sei von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei in Neuruppin mit. Nach Angaben der Feuerwehr, die das Lager evakuierte, kam ein weiteres Mädchen in eine Klinik, dem zuvor übel geworden war.

Lebensgefahr bestand für die Betroffenen nicht

Bei dem bewusstlosen Mädchen stellten Ärzte eine Gasvergiftung fest. Daraufhin brachte die Feuerwehr die 51 Kinder, die in dem Ferienlager zu Gast waren, in Sicherheit und nahm eine Gasmessung vor. Schließlich stellte sich heraus, dass die beiden Mädchen am Vorabend in ihrem Zelt eine große Menge eines Sprays versprüht hatten. Die Polizei bestätigte Informationen des rbb, wonach es sich um Mückenspray handelte.

Drei weitere Mädchen, die im selben Zelt gewesen waren, kamen ebenfalls vorsorglich in ein Krankenhaus. Die Kinder blieben zunächst zur Beobachtung im Krankenhaus, Lebensgefahr bestand am Freitagabend nach Polizeiangaben aber nicht. Die Sicherheitskräfte gaben das Camp am Nachmittag wieder frei, beschlagnahmte die Spraydosen und ermitteln nun wegen gefährlicher Körperverletzung.