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Polizisten auf der Flucht getötet - Anklage erhoben

Mehr als fünf Monate nach der schrecklichen Bluttat mit zwei getöteten Polizisten und einer Rentnerin in Ostbrandenburg sind die Ermittlungen gegen einen jungen Mann abgeschlossen.

Auf der Bundesstraße 168 zwischen Oegeln und Beeskow wurden die zwei Polizisten überfahren und getötet.
Patrick Pleul Auf der Bundesstraße 168 zwischen Oegeln und Beeskow wurden die zwei Polizisten überfahren und getötet.

Er soll erst seine Großmutter, dann auf der Flucht zwei Brandenburger Polizisten getötet haben – nun ist Anklage gegen den jungen Mann erhoben worden. Das Landgericht Frankfurt (Oder) teilte am Donnerstag mit, dass der 2. Strafkammer eine Anklageschrift zu dem Blutbad in Ostbrandenburg vorliege. Zum Inhalt machte eine Gerichtssprecherin mit Verweis auf den derzeitigen Verfahrensstand aber keinerlei Angaben. Zu gegebener Zeit wolle man sich äußern, hieß es nur.

Auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bestätigte, dass die Ermittlungen abgeschlossen seien. Angaben zur Anklage machte auch sie nicht.

Der damals 24-Jährige soll Ende Februar in Müllrose (Oder-Spree) seine Großmutter in ihrem Wohnhaus getötet und im Anschluss auf der Flucht am Ortsrand von Oegeln zwei Beamte totgefahren haben. Sie wollten den Mann mit einem Nagelbrett stoppen.

Mutmaßlicher Täter wurde in geschlossene Psychiatrie eingewiesen

Nach früheren Ermittlerangaben gestand der Tatverdächtige, seine 79 Jahre alte Oma im Streit um Geld mit Messerstichen in den Hals getötet zu haben. Danach floh er demnach mit ihrem Auto und überfuhr die 49 und 52 Jahre alten Polizisten an der Kontrollstelle. Als Motiv habe er angegeben, Angst gehabt zu haben, erschossen zu werden.

Der Beschuldigte wurde nach seiner Festnahme in die geschlossene Psychiatrie in Brandenburg/Havel eingewiesen. Er sollte dort auf seine Schuldfähigkeit begutachtet werden. Nach früheren Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft stand der 24-Jährige bei der Tat unter dem Einfluss von Drogen und Psychopharmaka.

Ende 2016 war dem Mann bereits ein anderer Prozess gemacht worden – unter anderem wegen Raubes und Diebstahls. Das Landgericht Frankfurt (Oder) erklärte den jungen Mann damals aufgrund einer „undifferenzierten Schizophrenie” für schuldunfähig. Weil ein Gutachter ihm Behandlungsfähigkeit attestierte, kam er nicht in eine geschlossene Psychiatrie, sondern wurde unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

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