8000 Gold- und Silbermünzen:

Mittelalter-Schatz im Torf entdeckt

Archäologen haben bei Grabungen im ehemaligen Schlossviertel von Altlandsberg (Märkisch-Oderland) einen bedeutsamen Münzschatz entdeckt.

Der jetzige Fund ist nicht der erste seiner Art in der jüngeren Vergangenheit. 2015 war ein Hobby-Archäologe in einem Spargelfeld in der Nähe von Beelitz (Potsdam-Mittelmark) auf einen mittelalterlichen Münzhort gestoßen.
Mario Lippert Der jetzige Fund ist nicht der erste seiner Art in der jüngeren Vergangenheit. 2015 war ein Hobby-Archäologe in einem Spargelfeld in der Nähe von Beelitz (Potsdam-Mittelmark) auf einen mittelalterlichen Münzhort gestoßen.

Es seien mehr als 8000 mittelalterliche Münzen gefunden worden, sagte Bürgermeister Arno Jaeschke (parteilos) am Freitag. Am kommenden Mittwoch will Kulturministerin Martina Münch (SPD) in Altlandsberg den Fund der Öffentlichkeit vorstellen, teilte ihr Sprecher mit.

Die Wissenschaftler stießen in einer Torfschicht auf ein getöpfertes Gefäß mit den Geldstücken unterschiedlicher Prägungen und Größenordnungen. Nach einer ersten Experteneinschätzung handelt es sich um „13 Prager und Meißner Silbergroschen”, „elf rheinische Reichsgoldgulden” sowie „circa 8000 silberne Hohlpfennige”, heißt es in einem Medienbericht unter Berufung auf Archäologen.

Als „möglicher historischer Kontext” wird das Vergraben mit den Hussitenkämpfen um 1432 in Verbindung gebracht, hieß es. Damals wurde auch Altlandsberg belagert. Die Grabungen werden im Zusammenhang mit Sanierungsarbeiten im Schlossviertel des Ortes am östlichen Berliner Stadtrand unternommen.