Polizei

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Nach Einsatz am Bahnhof: Es war Kokain

Verdächtiges Pulver per Post: Der Einsatz des Gefahrgutzuges in Anklam und Wolgast hatte Ende Januar für viel Aufsehen gesorgt.
Verdächtiges Pulver per Post: Der Einsatz des Gefahrgutzuges in Anklam und Wolgast hatte Ende Januar für viel Aufsehen gesorgt.
Anne-Marie Maaß

Zwei Wochen nach den Großeinsätzen in Wolgast und Anklam ist nun klar, was die mysteriösen Umschläge enthielten.

Ende Januar kam der Gefahrgutzug des Landkreises Vorpommern-Greifswald gleich zwei Mal zum Einsatz. Erst in Anklam, dann in Wolgast waren Briefe mit verdächtigem Inhalt aufgetaucht. Weißes Pulver, eingeschweißt, getarnt als Rücksendungen, weil der Empfänger nicht ermittelt werden konnte. Doch die angeblichen Absender – eine Reiseagentur in Anklam und eine Firma in Wolgast – hatten die Kuverts nie zuvor gesehen und informierten die Behörden.

Dass die Sendungen keinen Sprengstoff und keine biologischen Kampfstoffe enthielten, war schnell klar. Nun hat die Polizei erste Ermittlungsergebnisse vorgelegt. Demnach befanden sich in dem Umschlag, der am Anklamer Bahnhof zugestellt wurde rund vier Gramm Kokain. Das Kuvert in Wolgast enthielt rund fünf Gramm Heroin.

Briefe dieser Art tauchten zuletzt häufiger in Deutschland auf. Mit den willkürlich gewählten Absenderadressen wollen Drogenhändler verhindern, dass die Lieferung zu ihnen zurückverfolgt werden kann.