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Kind von Bootsschraube erfasst: Polizei ermittelt gegen Vater

Nach einem Bootsunfall mit einem schwer verletzten Kind ermittelt die Polizei in Vorpommern wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Vater, der zugleich Bootsführer war.

Usedom: Ein Kind ist von einem Motorboot herunter- und ins Wasser gefallen. Dort wurde es von der Schraube des Motors erfasst (Symbolbild).
Ralf Hirschberger / dpa Usedom: Ein Kind ist von einem Motorboot herunter- und ins Wasser gefallen. Dort wurde es von der Schraube des Motors erfasst (Symbolbild).

Der Unfall ereignete sich bereits am Donnerstag im Hafen Krummin (Kreis Vorpommern-Greifswald), wurde der Polizei aber erst am Wochenende gemeldet, wie am Montag ein Polizeisprecher erklärte.

Nach ersten Ermittlungen wollte der Charterbootsführer in dem Hafen auf der Insel Usedom ablegen. Bei einem Ruck fiel der neunjährige Junge vom Heck ins Wasser, geriet trotz Schwimmweste in den Sog der Schiffschraube und wurde schwer an den Füßen verletzt.

Nicht in Lebensgefahr

Das Kind kam mittels eines Hubschraubers in eine Spezialklinik nach Berlin, war aber nach Polizeiangaben nicht in Lebensgefahr. Dem neun Jahre alten Jungen gehe es nach mehreren Operationen den Umständen entsprechend wieder besser. Die Eltern aus der Region Darmstadt hätten noch nicht gehört werden können. Weitere Menschen sollen nicht an Bord gewesen sein.

Nach Abschluss solcher Ermittlungen entscheidet die Staatsanwaltschaft darüber, ob das Ganze strafrechtliche Folgen hat oder als Unfall eingestuft wird.

Dieser Artikel wurde am 17. Juli um 13.30 Uhr aktualisiert.